«Die Übergriffe werden immer brutaler»

Leben VBL-Chauffeure gefährlich? Die Statistik jedenfalls zeigt: Es gibt immer mehr Angriffe. Der Personalverband ist schockiert.

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Norbert Schmassmann, Direktor der Verkehrsbetriebe Luzern, VBL. (Archivbild Nadia Schärli/Neue LZ)

Norbert Schmassmann, Direktor der Verkehrsbetriebe Luzern, VBL. (Archivbild Nadia Schärli/Neue LZ)

Ein Familienvater beschimpft einen 59-jährigen VBL-Chauffeur, packt ihn am Kragen und schlägt ihm mehrmals ins Gesicht. So passiert es am 12. März um 19 Uhr in Kriens (siehe Artikelverlinkung). «Das ist schockierend», sagt Karl Odermatt, Präsident Personalverband der Verkehrsbetriebe Luzern. Der Verband hat gestern die Medien informiert, um «die Bevölkerung für dieses Problem zu mobilisieren».

«Die Gewaltbereitschaft ist grösser und die Übergriffe auf unsere Chauffeure sind brutaler geworden», sagt Norbert Schmassmann, Direktor der Verkehrsbetriebe Luzern, VBL. Auch komme es heute öfter zu verbalen Auseinandersetzungen als früher. Zahlen belegen: Es gibt immer mehr Angriffe. 2007 sind drei Chauffeure verprügelt worden. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden bereits drei Chauffeure und ein Kontrolleur attackiert.

Schulungen für Chauffeure
Warum aber informiert die VBL nicht von sich aus über diese Übergriffe? Schmassmann: «Wir wollen nichts verharmlosen, aber wir hängen dieses Thema nicht an die grosse Glocke, denn wir wollen keine Trittbrettfahrer mobilisieren. Ausserdem können wir über laufende Verfahren nicht informieren.» Das Thema Gewalt werde jedoch sehr ernst genommen.

Roger Rüegger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.