VBL transportiert erstmals über 51 Millionen Fahrgäste – und erzielt 6,7 Millionen Franken Gewinn 

Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) konnten im vergangenen Jahr erstmals über 51 Millionen Fahrgäste transportieren. Die Konzernrechnung 2019 schliesst dank deutlich gesteigerten Verkehrseinnahmen mit einem Gewinn von 6,7 Millionen Franken ab.

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(fg) Im Geschäftsjahr 2019 haben die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) eine Zunahme des Umsatzes um rund 8,6 Millionen Franken auf 100,7 Millionen Franken verzeichnen können. Der Konzerngewinn 2019 in der Höhe von 6,7 Millionen Franken konnte primär aufgrund der guten Resultate in allen Tochtergesellschaften erzielt werden, heisst es in einer Medienmitteilung. Auf den vom Verkehrsverbund Luzern (VVL) bestellten Linien wurden ein Total von 48,7 Millionen Fahrgästen verzeichnet, was einem Zuwachs von knapp 1 Million Fahrgästen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zusammen mit den Nebengeschäften wie dem Tellbus, Nachtstern und der Thepra AG erreichte die VBL-Gruppe erstmals in seiner Geschichte ein Gesamttotal von über 51 Millionen Passagieren.

Ziel: Rechtsstreit verhindern

Auf Antrag der Geschäftsleitung hat der Verwaltungsrat der VBL AG Anfang März entschieden, dem VVL einmalig rund 16 Millionen Franken zu zahlen, wenn die Stadt Luzern als Eignerin dazu ihr Einverständnis erteilt. Mit dieser Vorgehensweise wolle die VBL möglichst eine rechtliche Auseinandersetzung vermeiden und das gute Einvernehmen mit dem VVL wahren, heisst es in der Mitteilung. Im vergangenen Monat fanden deshalb zwischen Stadt und VBL sowie zwischen VVL und VBL verschiedene Gespräche statt. Das Kantonsparlament sowie die Geschäftsprüfungskommission des Stadtparlaments werden sich diesen Monat mit der Angelegenheit befassen. Zudem hat der Regierungsrat die kantonale Finanzkontrolle beauftragt, die vom VVL veranlassten Massnahmen und den Inhalt einer vorgesehenen Vereinbarung zwischen VVL und VBL zu überprüfen, wenn diese vorliegt. In Absprache mit der VBL-Revisionsgesellschaft wurde im Berichtsjahr 2019 jedoch vorsorglich eine Rückstellung in der Höhe von 16 Millionen Franken gemacht.

Verlust von bis zu 10 Millionen Franken

Aktuell muss davon ausgegangen werden, dass die VBL im Jahr 2020 einen Verlust von bis zu 10 Millionen Franken erleiden werden, teilt der Konzern weiter mit. Für den Monat April blieben die Verkehrseinnahmen beispielsweise fast komplett aus. Die Verkaufsstellen wurden mehrere Wochen lang geschlossen, die VBL-Fahrschule und der Nachtstern eingestellt. Auch das Reisebusgeschäft sei bis auf weiteres stark reduziert. Wie und wann sich die Lage im öffentlichen Verkehr entspannen wird, sei momentan noch ungewiss, heisst es in der Medienmitteilung weiter.