Die verzweifelte Suche der «Tatort»-Macher

Nach der Absage durch die Zunft zu Safran braucht das Schweizer Fernsehen einen Ersatz. Doch das könnte schwierig werden.

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Das haben sich die «Tatort»-Macher wohl anders vorgestellt. Die Fasnächtler wollen nicht ins Fernsehen. (Bild: Karikatur Jals)

Das haben sich die «Tatort»-Macher wohl anders vorgestellt. Die Fasnächtler wollen nicht ins Fernsehen. (Bild: Karikatur Jals)

Nach der Absage der Zunft zu Safran für die «Tatort»-Folge namens «Schmutziger Donnerstag» steht die für den Dreh verantwortliche Produktionsfirma Zodiac Pictures unter Druck. Verzweifelt suchen die «Tatort»-Macher nach Ersatz; sie haben bereits mehrere Zünfte der Stadt angeschrieben. Der Neuen Luzerner Zeitung liegt eine E-Mail an die Zunft an der Reuss vor. «Könnten Sie sich in der Zunft zur Reuss vorstellen, als Statisten für diese Dreharbeiten mitzuwirken? Natürlich würden wir für diesen Aufwand etwas in die Zunftkasse geben», schrieb eine Regieassistentin.

Die Zunft ist skeptisch. Sie befürchtet, dass der geplante Zunftball in dieser Form gar nicht bestehe und dass deshalb sehr viel «gekünstelt» werden müsste. Ehe die Produktionsfirma nicht über die Hintergründe informiere, kann laut Präsident Florian Felder keine Zusage erteilt werden. Zudem wolle man nicht in einer Produktion mitspielen, die eine «negative Rolle der Fasnacht» darstelle. Ausserdem stört sich Felder am «undurchsichtigen Vorgehen» der Produktionsfirma, wonach die kleineren Zünfte angefragt werden, nachdem die Grossen abgesagt haben. «Unterschätzen Sie dabei nicht das dichte Netz der grossen und kleineren Zünfte untereinander», schrieb Felder.

Alexander von Däniken

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