Die Wahlen in Malters mit sieben Kandidaten versprechen Spannung

Christine Buob und Hans Wyss treten bei den Gesamterneuerungswahl für den Gemeinderat Malters nicht mehr an. Für einmal stellen alle Ortsparteien mindestens einen Kandidaten auf.

Sandra Monika Ziegler
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Am 29. März werden in der Gemeinde Malters zwei Sitze im Gemeinderat neu besetzt. Denn Christine Buob (CVP) und der parteilose Hans Wyss treten nicht mehr zur Wahl an. Christine Buob ist seit 2004 im Gemeinderat und hatte das Amt der Sozialvorsteherin inne. Hans Wyss amtete als Gemeinderat im Ressort Umwelt und Energie. Er ist seit acht Jahren in der Malterser Exekutive.

Die anderen drei Mitglieder des Gemeinderates wollen die nächste Legislatur von 2020 bis 2024 bestreiten und stellen sich zur Wiederwahl (von links):

Sibylle Boos-Braun (FDP) als Gemeindepräsidentin, Marcel Lotter (CVP) als Gemeindeammann und Daniel Wyss (FDP) im Ressort Bau und Jugend. Nebst den Gemeinderäten stellen sich auch Mitglieder der Bildungskommission, Controllingkommission und Bürgerrechtskommission zur Neuwahl. Wahlvorschläge müssen bis zum 3. Februar eingereicht werden.

Junge Partei mischt mit

Während für den Gemeinderat die stille Wahl nicht zulässig ist, könnten die künftigen Mitglieder der Kommissionen durchaus still gewählt werden. Doch dazu kommt es nicht. Das Kandidatenkarussell dreht sich. Neu in der politischen Landschaft ist die SP Malters. Gegründet wurde sie vor gut zwei Jahren. Sie steigt gleich mit drei Kandidaten für verschiedene Funktionen ins Rennen: Jonas Bieri (25) will in den Gemeinderat, Sandro Niederberger (25) in die Bildungskommission- und Jonas Hofer (32) in die Bürgerrechtskommission.

Sandro Niederberger, Jonas Bieri und Jonas Hofer (von links).

Sandro Niederberger, Jonas Bieri und Jonas Hofer (von links). 

Bild: PD / SP Malters

Aus der CVP stellt sich nebst Marcel Lotter – er will Gemeindeammann bleiben – Claudio Spescha für das Amt des Sozialvorstehers zur Wahl. Spescha (35), seines Zeichens Erziehungs- und Sozialwissenschaftler, ist Mitglied der örtlichen Parteileitung und der Bürgerrechtskommission. Er ist nicht der Einzige, der das Amt von Christine Buob übernehmen will.

Aladino Cavallucci von der Interessengemeinschaft Malters (IGM) will den gleichen Posten. Die Politische Vereinigung nominierte Cavallucci, der von Beruf Job-Coach ist an der letzten Versammlung. Zur Wahl sagt er: «Ich komme bereits aus dem sozialen Bereich, deshalb bewerbe ich mich für das Amt des Sozialvorstehers.» Sollte es klappen, würde er sein jetziges Arbeitspensum reduzieren.

Aladino Cavallucci

Aladino Cavallucci

Bild: PD

Die SVP ist die wählerstärkste Partei in der Gemeinde Malters. Bisher hatte sie jedoch noch keinen Gemeinderat gestellt. Jetzt soll sich das mit Martin Wicki (35) ändern. Wicki ist seit 17 Jahren Parteimitglied. Der gelernte Mechaniker ist heute als Einkaufsleiter in der Industrie tätig. Er würde sich am liebsten als Nachfolger des parteilosen Hans Wyss sehen und das Ressort Umwelt und Energie übernehmen.

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