Die «Waschoretten» tanzen durchs Städtli

Die Willisauer Fasnächtler lassen sich die Kälte nicht anmerken. Sogar eine Art Majoretten war im Einsatz.

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Die «Waschoretten» verströmten einen besonderen Charme. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Die «Waschoretten» verströmten einen besonderen Charme. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Selber schuld, wer klamme Finger und kalte Füsse hatte am gestrigen Sonntag in Willisau. Alles war dazu angetan, die Herzfrequenz der Fasnächtler steigen zu lassen an der Städtlifasnacht. Die Karnöffel-Zunft unter Zunftmeister Paul Setschi startete mit der traditionellen Narrenmesse in der Pfarrkirche.

Nicht etwa Kirchenlatein, sondern auch Ungarisches gab es dabei von der Kanzel: Der Willisauer Stadtpfarrer hatte ein paar ungarische Ausdrücke in seine Predigt einfliessen lassen. Zunftmeister Paul Setschi, dessen Vater im Jahre 1956 aus Ungarn in die Schweiz emigriert war, verpasste dem Gesagten noch den korrekten phonetischen Schliff.

Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
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Napfruugger Willisau (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Narrenkomitee Welschenrohr (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Narrenkomitee Welschenrohr (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Narrenkomitee Welschenrohr (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Napfruugger Willisau. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
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Napfruugger Willisau (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Bestage Waschoretten Willisau. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Bestage Waschoretten Willisau. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Seewoggosler Menznau (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Wegeregüüser Willisau. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Wegeregüüser Willisau. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Narrenkomitee Welschenrohr (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Bestage Waschoretten Willisau. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Napfruugger Willisau. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
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Bild: Leserbilder Rita Räber/Robert Habijan

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«Alternativ-Energie» aus Rom

«Es wird euch schon noch warm werden: Kafi, Tee und die heissen Rhythmen der Guuggenmusigen werden dafür sorgen», versprach Karnöffel-Zunft-Präsident Stefan Calivers beim Zunftmeisterempfang am frühen Nachmittag im Rathaus. Dazu komme noch die «Alternativ-Energie der heissen römischen Damen», die da auf dem Podium aufgestellt seien. Eine Voranzeige für den Rathausball vom Schmutzigen Donnerstag. «Römer» heisst dann nämlich das Motto.

Laut, wild, farbig in Kleid und Rhythmus ging es dann beim Einzug der Zünfte, der Müssigen, Narren und der Fasnachtsgruppen zu und her: So zeigten etwa die «Waschoretten», was sie tänzerisch und fasnächtlich drauf haben: «Gerne wären wir zwar Majoretten», lachte «Waschorette» Rosi Korner, «aber jahrgangmässig passt das halt nicht mehr so recht.» Sagte es und tanzte und lachte zusammen mit Kolleginnen und Kollege Ueli, dass die vielen hundert Zuschauer ihre Freude daran hatten.

«Die Willisauer Städtlifasnacht ist einfach ganz einmalig. Man wird da super aufgenommen; ich habe die KarnöffelZunft richtig ins Herz geschlossen», sagt Beni Waser aus Luzern. Sie muss es wissen. Seit Jahren ist sie mit dabei und verkauft die Plaketten ihrer Haus-Zunft. «Wenn die Karnöffel-Zünftler mich nur schon sehen, greifen sie zum Portemonnaie. Ich muss gar nichts mehr sagen», lacht die Luzernerin.

Hannes Bucher