Die «Wilden» suchen in Weggis die besten Amateur-Schwinger

Am 1. September wird auf der Liegenschaft Linde oberhalb der Luftseilbahn-Talstation in Weggis das 1. Lindenschwinget stattfinden. Das Besondere: Es handelt sich um ein Schwingfest ausschliesslich für Amateure.

Clau Item
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Auf dieser Wiese findet das Lindenschwinget statt. (Bild: Erhard Gick)

Auf dieser Wiese findet das Lindenschwinget statt. (Bild: Erhard Gick)

Der gross gewachsene Schwingfan Andreas Mathis aus Weggis war es, der vor rund anderthalb Jahren über das Austragen eines Schwingfestes auf einer Matte bei Weggis philosophierte. Aus einem Hirngespinst wurden bald konkrete Ideen, und so wurde im Dezember 2017 von acht jungen Weggiser und Grepper der Verein Schwingerfreunde zur Linde ins Leben gerufen.

Zum Ziel setzte man sich, ein Wildischwinget zu organisieren, welches einem grossen Schwingfest möglichst ähnelt und den Zusammenhalt junger Männer in der Region stärken soll. In den letzten acht Monaten wurden Sitzungen abgehalten, Abklärungen getroffen und Gespräche geführt, um den eigenen Ansprüchen am 1. September gerecht zu werden.

Über 30 Schwinger sind bereits gemeldet

Für das Schwingen haben sich bereits 35 Männer aus Vitznau, Weggis, Küssnacht und Merlischachen, aber auch von ausserhalb angemeldet. Während die Vitznauer mit ihrem eigens gegründeten Schwingverband antreten und der bekannte TV Mürg die Turnschwingergilde als Körperschaft vertreten wird, sind die Weggiser und Küssnachter sowie die Auswärtigen lose organisiert. Damit die Paareinteilung möglichst fair vollzogen wird, stellen die Vitznauer, Weggiser und Küssnachter jeweils einen Delegierten für dieses Prozedere. Geschwungen wird konventionell in sechs Gängen inklusive Schlussgang, die allesamt von den vier erfahrenen Aktivschwingern Pirmin Küttel, Dani Zimmermann, Armin Zimmermann und Reto Waser als Kampfrichter geleitet werden.

Zum Unterhaltungsprogramm mit Ländlermusik, Trychler, Fahnenschwinger, Alphornbläser und Geislechlepfer gehört auch ein Showkampf zwischen den beiden Eidgenossen Andreas Ulrich, Gersau (83 Kränze, 8 Kranzfestsiege) und Mike Müllestein, Steinen (43 Kränze, 2 Kranzfestsiege), welche vor dem Mittag in der Lindenschwinget-Schwingarena zusammengreifen werden.

Das Unterfangen Lindenschwinget ist von Anfang an ausschliesslich auf positive Resonanz gestossen, und so konnten viele private wie auch gewerbliche Sponsoren für eine Unterstützung gewonnen werden.

Als Lebendpreise werden unter anderem der Geissbockclub Küssnacht einen Ziegenbock sowie der Grepper Schafzüchter Curdin Item eines seiner Bündner Oberländer Schafe stiften. Die Rahmenbedingungen sind geschaffen, nun wird noch an Details gefeilt. Der Chef Festbetrieb Martin Mundprecht sagt es so: «Wir sind bereit. Nun zählen wir auf viele Besucher.»