DIEBSTAHL: Profis angeln Geld aus Opferstöcken

Drei Diebe aus Ungarn plünderten im Kanton Luzern in den Kirchen die Opferstöcke. Das Geld war vor allem für Menschen bestimmt, die am meisten Hilfe brauchen.

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Christof Hiller, Gemeindeleiter in Ruswil, zeigt die beiden Opferstöcke, die geplündert wurden. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Christof Hiller, Gemeindeleiter in Ruswil, zeigt die beiden Opferstöcke, die geplündert wurden. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Gestoppt wurden die Banditen im September in Ruswil. Dank eines entscheidenden Hinweises konnten die drei Kriminellen aus Ungarn im Alter zwischen 34 und 45 Jahren von der Polizei verhaftet werden. Im Auto der Bande stiessen die Fahnder auf Kartenmaterial. Darauf eingezeichnet waren die Standorte von Kirchen.

Insgesamt schlugen die Opferstockdiebe allein im laufenden Jahr im Kanton Luzern achtmal zu. Und 2008 haben sie sich mindestens sechsmal bemerkbar gemacht. Bei den Befragungen wurde aber laut Simon Kopp von den Luzerner Strafuntersuchungsbehörden klar, dass die Täter einem ertragreichen Geschäft nachgingen. Einnahmen von 100 Franken pro Opferstock seien durchaus die Regel gewesen.

Als Arbeitsinstrument diente eine Rute, die mit Klebstoff beschichtet war. Dieses führten die Ganoven in die Kassen ein und hatten es dabei vor allem auf die Noten abgesehen. Das Papiergeld liess sich besonders einfach aus den Behältern klauben.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der der «Zentralschweiz am Sonntag».