DIEBSTAHLSERIE: Mann aus Kosovo begeht 58 Einbrüche

Die Luzerner Polizei hat einen 35-jährigen Mann festgenommen, welcher mit Gehilfen insgesamt 58 Diebstähle auf Baustellen verübt hat. Das Diebesgut beträgt rund 600'000 Franken.

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Ein Teil der Baumaschinen, die der Mann aus dem Kosovo mit seinen Gehilfen gestohlen hat. (Bild Luzerner Polizei)

Ein Teil der Baumaschinen, die der Mann aus dem Kosovo mit seinen Gehilfen gestohlen hat. (Bild Luzerner Polizei)

Dem Hauptangeschuldigten wird vorgeworfen, dass er in der Zeit vom 1. Septemer 2007 bis zum 13. Juli 2009 auf Baustellen in den Kantonen LU, SZ, GR, ZH, AG, ZG, SO, TG, FR, BE und NW insgesamt 58 Einbrüche verübt hat. Zusammen mit Komplizen hat er abends, nachts oder an Wochenenden mit Lieferwagen Baumaterial, Maschinen und Werkzeug ab Baustellen gestohlen. Das Material wurde in einem Gebäude im Kanton zwischengelagert und später im Kosovo verkauft.

40 Tonnen Diebesgut
Insgesamt hat die Polizei rund 40 Tonnen Diebesgut sichergestellt, heisst es in einer Medienmitteilung er Luzerner Strafuntersuchungsbehörden vom Donnerstag. Der Deliktbetrag beläuft sich auf rund 600'000 Franken. Das Deliktsgut konnte teilweise den Eigentümern zurückgegeben werden. Die Untersuchung führte das Amtsstatthalteramt Luzern.

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Der Hauptangeschuldigte ist 35 Jahre alt und stammt aus Kosovo. Er befand sich vom Juli 2009 bis zum Februar 2010 in Untersuchungshaft. Der Fall wurde vom zuständigen Amtsstatthalteramt der Staatsanwaltschaft zur Anklageerhebung an das Kriminalgericht überwiesen. Die beiden Gehilfen sind 33 und 37 Jahre alt und stammen aus Kosovo und Mazedonien.

Gehilfen bereits verurteilt
Der 33-jährige Mann aus Kosovo wurde vom Amtsstatthalteramt Luzern u.a. wegen Gehilfenschaft zu einer unbedingten gemeinnützigen Arbeit verurteilt. Zudem muss er die Verfahrenskosten bezahlen. Dieses Urteil ist rechtskräftig. Der Mann aus Mazedonien wurde mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 90 Franken (unbedingt) bestraft. Auch er muss zudem die Verfahrenskosten tragen. Gegen dieses Urteil hat der Mann aus Mazedonien Einsprache erhoben.

pd/zim