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Dierikon beschliesst Steuersenkung auf 1.85 Einheiten

In den nächsten fünf Jahren soll der Steuerfuss in Dierikon von 1,95 auf 1,6 Einheiten purzeln. Die Stimmbürger haben dafür gestern die Weichen gestellt.
Simon Mathis
Die Stimmbürger von Dierikon beschlossen an der Gemeindeversammlung vom Dienstag eine Steuersenkung. (Bild: PD)

Die Stimmbürger von Dierikon beschlossen an der Gemeindeversammlung vom Dienstag eine Steuersenkung. (Bild: PD)

Die Gemeinde Dierikon hat an der gestrigen Gemeindeversammlung dem Budget für das kommende Jahr zugestimmt. Damit bejahen die 63 anwesenden Stimmbürger auch eine Steuersenkung von 1,95 auf 1,85 Einheiten für das Jahr 2019. Sie entsprachen dem Antrag des Gemeinderates, der bis 2024 den Steuerfuss auf 1,6 Einheiten senken will.

Dies, obschon Dierikon für das Jahr 2019 ein Defizit von fast 500’000 Franken budgetiert. Es sei allerdings davon auszugehen, dass das Eigenkapital der Gemeinde Ende 2018 rund 4 Millionen Franken betrage, führte Gemeindeamtfrau Alexandra Lang (CVP) gestern aus: «Das ist eine stolze Reserve.» Und Gemeindepräsident Max Hess (CVP) ergänzte: «Wir haben ein gutes Jahr 2018 erlebt.»

Es scheint, als tat Dierikon gestern einen ersten Schritt in Richtung Steuerparadies. Wenn in den nächsten Jahren der Steuerfuss bis auf 1,6 Einheiten sinkt, wäre die Gemeinde die steuergünstigste im ganzen Rontal. Dass hinter den Steuersenkungen Kalkül steckt, bestreitet Alexandra Lang: «Wir wollen nicht zum Steuerparadies werden. Wir wollen schlicht ein gesundes Wachstum mit soliden Finanzen.» Es handle sich um eine logische Entwicklung, gehe man doch bis 2024 von einem Bevölkerungswachstum von rund 1000 Einwohnern aus.

Rontalzentrum kommt 2019 vors Volk

Ein Grund für das Wachstum sei das geplante Rontalzentrum. Der dreigeschossige Sockelbau mit 350 Wohnungen soll allein Platz für ungefähr 600 Bewohner bieten. Über die dafür nötige Umzonung stimmt Dierikon nächstes Jahr ab.

Was aber, wenn das Rontalzentrum an den Stimmbürgern scheitert? Die Steuersenkungen seien nicht in Stein gemeisselt, sagt Lang. «Wenn wir ein Steuerparadies werden, stört uns das nicht», sagt Lang. «Aber es ist nicht unsere Strategie.» Denn wie stark die Bevölkerung wachse, lasse sich nicht genau vorhersehen. Trotzdem: Verdichtungsmöglichkeiten bestünden auch unabhängig vom Rontalzentrum. Spruchreif sei noch nichts, aber die Gemeinde erwäge zurzeit mehrere Projekte.

Die Reserven der Gemeinden seien ausserdem hoch genug, um nächstes Jahr zu investieren – unter anderem für die Sanierung des Werkhofs und Feuerwehrlokals. 1,8 Millionen Franken nimmt die Gemeinde dafür in die Hand. Für den Werkhof beantragte der Gemeinderat einen Sonderkredit von 1,3 Millionen Franken, dem die Stimmbürger gestern ebenfalls grossmehrheitlich zustimmten.

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