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DIERIKON: Käufer für Kapelle gesucht

Seit Jahren verlottert die Kapelle im Dorf. Auch ein Pilzbefall macht ihr zu schaffen. Nun soll sie endlich umgenutzt werden.
Raphael Gutzwiller
Abgebröckelter Verputz und Feuchtigkeit: Die Kapelle im Dörfli Dierikon ist seit Jahren in einem schlechten Zustand. (Bild Pius Amrein)

Abgebröckelter Verputz und Feuchtigkeit: Die Kapelle im Dörfli Dierikon ist seit Jahren in einem schlechten Zustand. (Bild Pius Amrein)

Raphael Gutzwiller

Es ist kein schöner Anblick, den die Dorfkapelle in Dierikon momentan offenbart. Der Verputz blättert ab, die Kapelle ist verlottert und in einem schlechten Zustand. Seit Jahren steht das 1862 errichtete Gebäude leer. Es ist ein Zustand, den in der Gemeinde niemand gerne sieht.

Deshalb laufen Bestrebungen, die Kapelle zu verkaufen. Private, welche die Kapelle nutzen möchten, gibt es offenbar: «Die Verkaufsverhandlungen sind in einem fortgeschrittenen Stadium», sagt Gemeindepräsident Max Hess (CVP) auf Anfrage. Der Abschluss sei nur noch abhängig von der definitiven Bachführung des Götzentalbachs, die in den nächsten Tagen und Wochen publik werden soll. «Wenn diese klar ist, kann der Vertrag definitiv ausgehandelt werden», sagt Hess. Die Bachführung habe Einfluss auf das Sanierungsprojekt, weil die Parzelle auf welcher die Kapelle steht, lediglich ein bis zwei Meter grösser sei als der Grundriss des Gebäudes. Der Götzentalbach fliesst direkt neben dem Grundstück durch.

Gibt es ein Restaurant?

Wie genau die Kapelle genutzt werden soll, ist noch nicht entschieden. Es stehen laut Gemeindepräsident Hess mehrere Nutzungsmöglichkeiten zur Auswahl: eine Wohnung, ein Atelier, ein Treffpunkt oder gar ein Restaurant. Nicht möglich seien einzig Lokale, die zu grosse Emissionen verursachen, da sich die Kapelle mitten im Dörfli befinde. Ebenfalls nicht zu Verfügung steht die Kapelle für religiöse Nutzungen. Weil Gemeinde und Kirchgemeinde Dierikon keinen Verwendungszweck für die Kapelle mehr hatten, wurde sie 1978 entweiht, um sie anderweitig nutzen zu können.

Für den Gemeinderat ist klar, dass etwas «für einen schönen Zweck» entstehen soll, das «idealerweise auch der Bevölkerung zugutekommt». Hess: «Wir wollen, dass die Dorfkapelle saniert und auch genutzt wird.»

Bereits 2006 verkauft

Die Idee des Verkaufs der Kapelle ist nicht neu. Bereits 2006 wurde das sanierungsbedürftige Objekt von der Gemeinde für symbolische 1000 Franken an einen Privaten verkauft. Inhalt des Kaufvertrags: Innerhalb von fünf Jahren muss mit der Sanierung der Kapelle begonnen werden, in acht Jahren muss sie saniert sein. Da sich die Privaten nicht daran hielten, wurde der Kaufvertrag nichtig, und die Kapelle war wieder im Besitz der Gemeinde. Diese Auflagen seien bei einem neuerlichen Kaufvertrag wieder enthalten. Man habe aus der Geschichte auch gelernt, sagt Max Hess. «Wir schauen jetzt natürlich dreimal hin, wie das finanzielle Umfeld der Interessenten ist.»

Und die finanziellen Mittel muss ein solcher Interessent mitbringen: Denn die Kapelle befindet sich in einem sehr schlechten Zustand. Die Wände sind von starker Feuchtigkeit befallen. Zum anderen hatte sich in der Holzverbauung der Hausschwamm ausgebreitet. Dieser Pilz gehört zu den Vertretern mit dem höchsten Gefahrenpotenzial an Gebäuden.

Kosten von 700 000 Franken

Für die dringende Sanierung wird gemäss Hess etwa mit Kosten von 700 000 Franken ohne Innenausbau gerechnet. Erst dann kann die Dorfkapelle wieder in neuem Glanz erstrahlen – und endlich wieder genutzt werden.

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