DIERIKON: Migros Luzern 2012 auf Wachstumskurs

Die Genossenschaft Migros Luzern hat 2012 mehr verkauft und verdient als 2011, dies obwohl die Produkte um 1,4 Prozent billiger wurden. Der Nettoverkaufsumsatz nahm um 1,7 Prozent auf 1,35 Mrd. Fr. zu, der Gewinn kletterte um 55,6 Prozent auf 43,2 Mio. Franken.

Drucken
Teilen
Felix Meyer, Geschäftsleiter der Migros Genossenschaft Luzern, kann auf ein erfolgreiches 2012 zurückblicken. (Bild: Archiv Boris Bürgisser/Neue LZ)

Felix Meyer, Geschäftsleiter der Migros Genossenschaft Luzern, kann auf ein erfolgreiches 2012 zurückblicken. (Bild: Archiv Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das Wachstum sei angesichts der Minusteuerung beachtlich, sagte Geschäftsleiter Felix Meyer am Dienstag am Sitz der Migros Luzern in Dierikon. 2012 sei vor allem in der ersten Jahreshälfte schwierig gewesen.

2011 hatte die Migros Luzern einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen, dies wegen der damaligen hohen Minusteuerung von 3,9 Prozent und vielen Umbauten. 2012 sei das Umfeld anspruchsvoll, aber besser gewesen, sagte Finanzchef Bruno Bieri.

Filialnetz erweitert

Das Wachstum beim Nettoverkaufsumsatz begründete Bieri mit der Expansion. Das Filialnetz wurde erweitert, die Umbauten von 2011 konnten wieder in Betrieb genommen werden. Die Verkaufsfläche nahm um 1,7 Prozent auf 100'218 Quadratmeter zu.

Die Zahl der Kundenkontakte habe in einem stagnierenden Markt um 2,4 Prozent auf 33,4 Mio. zugenommen, sagte Meyer. Der durchschnittliche Einkauf pro Kunde habe mit 34,80 (2011: 34,86) Fr. gehalten werden können.

Auf den Detailhandel entfielen 1,12 Mrd. Fr. (+2 Prozent) des Nettoverkaufsumsatzes, der Rest auf den Grosshandel, die Gastronomie, die Freizeit, die Bildung und Kultur sowie auf Dienstleistungen. Der gesamte betriebliche Ertrag belief sich 2012 auf 1,37 Mrd. Franken (+0,7 Prozent).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich um 54,1 Prozent auf 42,6 Mio. Franken. Dazu beigetragen hätten eine günstigere Beschaffung aus der Migros-Industrie und interne Effizienzsteigerungen, erklärten die Migros-Verantwortlichen.

Nur noch kleine Wachtumsschritte

Meyer verwies darauf, dass künftig nur noch kleine Wachstumsschritte möglich sein würden. Grossflächen könnten aus raumplanerischen Gründen kaum mehr gebaut werden, sagte er.

Die Genossenschaft Migros Luzern führt in Stans (Länderpark), Sursee (Surseepark) und in Steinhausen (Zugerland) Einkaufscenters.

Die Migros Luzern ist mit 5869 Beschäftigten, verteilt auf 3171 Stellen, der grösste private Arbeitgeber der Zentralschweiz.

sda