DIERIKON: Migros Outlet zügelt zu Nachbar Möbel Märki

Bei der Betriebszentrale der Migros in Dierikon entstehen 20 neue Software-Arbeitsplätze. Der Outlet zieht um.

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Der Migros Outlet zügelt zu Möbel  Märki (blauer Pfeil). (Bild: Google Maps)

Der Migros Outlet zügelt zu Möbel Märki (blauer Pfeil). (Bild: Google Maps)

Die Migros Luzern kann in Dierikon ihren Outlet-Laden aus der Betriebszentrale an der Industriestrasse zügeln. Das entsprechende Umzonungsbegehren wurde am Dienstagabend an der Gemeindeversammlung einstimmig gutgeheissen.

Der Outlet-Laden muss umplatziert werden, weil die heutige Fläche in der Betriebszentrale für eine Erweiterung benötigt wird. Konkret geht es um den Ausbau des nationalen Kompetenzzentrums für Kassen- und Waagenprogramme. Die Migros Luzern ist seit mehreren Jahren das Kompetenzzentrum in der M-Gemeinschaft. Das heisst: Für sämtliche 600 Migros-Verkaufsstellen in der Schweiz wird die Kassen- und Waagensoftware in Dierikon entwickelt, getestet und betrieben. Die Kassen und Waagen werden von dort in die gesamte Schweiz versandt. Ebenfalls in Dierikon befindet sich das nationale Callcenter für technische und anwenderbezogene Fragen. Insgesamt arbeitet am Standort Dierikon heute ein Team von 35 Softwareingenieuren, Technikern und Spezialisten für Entwicklung, Unterhalt, Support, Innovation und Schulung. Künftig sollen 20 hoch qualifizierte Softwareentwickler mehr in Dierikon arbeiten. Erweitert wird das Kompetenzzentrum in Dierikon, um eine «hoch innovative Kassensoftware für die Zukunft» entwickeln zu können, wie es auf der Gemeindewebseite heisst. In diesem Zusammenhang sei auch ein nationaler Entwicklungskredit «in hoher zweistelliger Millionenhöhe» gesprochen worden.

Für den umplatzierten Outlet-Laden geht die Migros wegen der kleineren Ladenfläche von einem tieferen Umsatz von 6,2 Millionen Franken jährlich aus (2013: 6,9 Millionen) aus. Dies bei rund 206'000 Kunden (2013: 231'000 Kunden). Entsprechend soll es, auch dank der verbesserten Anbindung an den ÖV, statt wie bislang 390 000 Autofahrten (Hinund Wegfahrt) noch 330 000 geben.

lw/rem