Diese beiden Luzerner haben in 47,5 Stunden mal schnell 6300 Höhenmeter überwunden

Zwei in Luzern wohnhafte Freizeitsportler marschierten zu Fuss vom tiefsten Punkt der Schweiz in Brissago bis zum höchsten, der Dufourspitze.

Jürg Auf der Maur
Merken
Drucken
Teilen

«Summer Challenge» – Sommer-Herausforderung nennen die zwei in Luzern wohnhaften Freizeitsportler das, was sie vom vergangenen Samstag bis am Montag machten. Heiri Bernet und der aus Oberarth stammende Stefan Notter durchquerten die Schweiz für einmal von unten nach oben. Konkret: Am Samstag starteten die beiden mit dem Fahrrad in Brissago und fuhren bis Zermatt, anschliessend ging es zu Fuss und kletternd weiter auf den höchsten Gipfel der Schweiz, die Dufourspitze. «Es war eine unglaubliche Genugtuung», erinnert sich Notter an die Momente auf dem Gipfel. Hier das Beweisfoto:

Bild: PD

Mehr als 6300 Höhenmeter in 47,5 Stunden bewältigt

Die Tour zeigt, wie fit der 54-jährige ehemalige Oberarther Fasnächtler und Hudivater ist. Beide nahmen schon über ein Dutzend mal als Hobby-Langstreckenläufer am Zermatt-Marathon teil. Weil dieser am letzten Wochenende Corona-bedingt ausfiel, stellten sie quasi als Ersatz dieser Herausforderung. Die Strecke hatte es in sich: Total wurden 245 Kilometer zurückgelegt. Von Brissago auf den Dufourgipfel überwanden die beiden insgesamt 4441 Höhenmeter. Werden die Abstiege dazu gerechnet, wurden mindestens 6300 Höhenmeter bewältigt.

Auch die Zeit, die für diese Parforce-Leistung engesetzt werden musste, lässt sich sehen. Bernet und Notter wollten die Strecke innert 48 Stunden schaffen. Effektiv waren sie mit 47,5 Stunden sogar noch schneller als gedacht. Die Idee zu dieser speziellen Querung hatten die beiden schon lange, konkret in Angriff genommen wurde die Planung vor rund zwei Jahren. Notter:

«Ich musste zuerst noch etwas bergsteigen lernen.»

Für die Gipfeltour liessen sich die beiden dann trotzdem von einem professionellen Bergführer aus Zermatt auf den Berg begleiten. Schon auf dem Rückweg wurden Pläne für neue Herausforderungen geschmiedet. «Diese sind aber noch nicht spruchreif», schmunzelt der Oberarther Notter.