Corona
«Ich bin froh, dass ich wieder Filme zeigen kann»: Diese Kinos öffnen nächste Woche in Luzern

Nächsten Donnerstag beginnt in Luzern die erste Kinowoche des Jahres – mit altbekannten Filmen, aber auch mit Premieren. Aufs Popcorn hingegen müssen die Kinogänger vorerst verzichten.

Simon Mathis
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Ab nächstem Donnerstag sind im Bourbaki Kino und im Stattkino wieder Filme zu sehen.

Ab nächstem Donnerstag sind im Bourbaki Kino und im Stattkino wieder Filme zu sehen.

Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 12. Februar 2020)

Der Schweizer Öffnungsschritt hat auch die Luzerner Kinos überrascht: Sie starten ab nächstem Donnerstag in die erste Kinowoche des Jahres 2021. Courant normal wird jedoch nicht herrschen, die Öffnung ist nur unter Auflagen möglich. Der Bund schreibt vor, dass alle Besucherinnen und Besucher über zwölf Jahren während der Vorführung eine Maske tragen müssen.

Pausen sind keine erlaubt, zudem besteht eine Sitzpflicht. Aufs Popcorn müssen die Kinogänger verzichten; der Verzehr von Speisen und Getränken ist untersagt. Das Publikum im Kinosaal darf maximal 50 Personen und einen Drittel der Kapazität umfassen.

Die Wiedereröffnungen auf einen Blick:

  • Maxx Emmen, Capitol und Moderne: Donnerstag, 22. April
  • Bourbaki Kino und Stattkino: Donnerstag, 22. April
  • Pathé Mall of Switzerland Ebikon: Freitag, 23. April
  • Cinebar Willisau: Freitag, 23. April

Blue Cinema, die Betreiberin des Maxx in Emmen und der Stadtluzerner Kinos Capitol und Moderne, legt am 22. April wieder los. Man starte unter anderem mit Titeln wie «Wonder Woman 1984»

und «Cats & Dogs», heisst es von Seiten Medienstelle. Das genaue Programm werde am Montag auf der offiziellen Website von Blue Cinema veröffentlicht.

Bourbaki-Programmleiter Frank Braun.

Bourbaki-Programmleiter Frank Braun.

Bild: Sandra Ardizzone (Zürich, 13. Januar 2021)

Auch das Bourbaki Kino öffnet am Donnerstag – mitsamt Terrasse auf dem Löwenplatz. Das Programm ist noch nicht definitiv, wird aber bereits am Wochenende online gehen. Vorgesehen ist eine Mischung zwischen Wiederaufnahmen und Neuheiten, sagt Programmleiter Frank Braun auf Anfrage. «Wir sind zuversichtlich, dass wir einen attraktiven Mix zeigen können», hält er fest. Da man bereits seit März mit einer Öffnung rechnete und quasi mit angezogener Handbremse bereitstand, sei die Anzahl der neu anlaufenden Filme höher, als ursprünglich befürchtet.

«Ein Wermutstropfen ist, dass bereits übernächste Woche die Oscars verliehen werden», sagt Braun. «So konnten wir nicht vom Interesse rund um die Preisverleihung profitieren.» Wichtiger sei aber, dass sich die Lage nun nicht wieder verschlechtere. «Wenn wir alles wieder rückgängig machen müssten, wäre das fatal. Wir müssen das Kino nun wieder über längere Zeit im Bewusstsein der Kunden verankern.»

Peter Leimgruber, Geschäftsführer Stattkino.

Peter Leimgruber, Geschäftsführer Stattkino.

Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 27. Oktober 2016)

Auch das Stattkino im Bourbaki öffnet am 22. April. Dabei kommt es zu einer Schweizer Premiere: Gezeigt wird der mexikanische Film «Los Lobos»; das weitere Programm wird demnächst auf der Stattkino-Website aufgeschaltet.

Pathé Mall of Switzerland in Ebikon öffnet einen Tag später – also am 23. April. Man habe sich dazu entschieden, vorerst von Freitag bis Sonntag Filme zu zeigen. Pathé hält auf Anfrage fest, dass ein rentabler Betrieb unter den Einschränkungen nicht möglich sei. «Dennoch ist es für Pathé ein grosses Anliegen zu öffnen, seine kulturelle Verantwortung wahrzunehmen sowie eine alternative Freizeitgestaltung in einem sicheren Raum zu bieten.»

Auch die Cinebar Willisau öffnet am Freitag. Gezeigt wird der Schweizer Film «Vamos», wie Kinobetreiber Beat Bossert auf Anfrage sagt.

Normalerweise hat die Cinebar sechs Tage die Woche offen. «Ich bin sehr skeptisch, ob das zu diesen Zeiten rentabel ist», sagt Bossert. Die Erfahrung werde es zeigen. Da die Konsumation nach wie vor verboten ist, muss auch Bosserts Kiosk geschlossen bleiben. «Das trifft mich hart, da ich mit Getränken und Snacks am meisten verdiene.» Trotz allem betont Bossert: «Ich bin unheimlich froh, dass ich wieder Filme zeigen kann. Wir hatten lange genug geschlossen.»

Beat Bossert in seinem Kino Cinebar.

Beat Bossert in seinem Kino Cinebar.

Bild: Roger Grütter (Willisau, 2017)