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Interview

Diese Luzernerin hat beim «Klimablatt» in der Redaktion mitgewirkt

Das Klimablatt hat am vergangenen Montag den Weg in über eine Million Haushalte schweizweit gefunden. In der Redaktion engagierte sich auch die Luzernerin Sonja Estermann. Sie nimmt Stellung zu unseren Fragen.
Jonathan Biedermann

Jeder vierte Haushalt fand am vergangenen Montag das Klimablatt in ihrem Briefkasten. 1700 Personen finanzierten das Blatt über Crowdfunding, rund 150'000 Franken kamen zusammen. Umgesetzt wurde es dank ehrenamtlicher Mitarbeit von ungefähr 40 Personen. An vorderster Front mit dabei war die Luzernerin Sonja Estermann. Die 25-jährige Studentin steht unserer Zeitung auf Anfrage telefonisch zur Verfügung.

Sonja Estermann ist in Hildisrieden aufgewachsen. Für ihr Studium in Geschichte und Germanistik zog sie vor einem Jahr nach Zürich. Mittlerweile sei sie in verschiedenen Gruppen des Klimastreiks in der ganzen Schweiz aktiv. In die Arbeitsgruppe für das Klimablatt habe sie über einen Telegram-Chat gefunden. Sie war Teil des achtköpfigen Kernteams.

In den vergangenen Wochen hat Sonja Estermann beim Klimablatt mitgewirkt — manchmal Tag und Nacht. (Bild: ZVG)

In den vergangenen Wochen hat Sonja Estermann beim Klimablatt mitgewirkt — manchmal Tag und Nacht. (Bild: ZVG)

Mit was haben Sie sich beim Klimablatt beschäftigt?

Ich war in der Redaktion engagiert. Dabei war ich für die dritte Seite zuständig. Darauf sind einerseits verschiedene Interviews, anderseits diverse Punkte die aufzeigen, inwiefern Klimaschutz auch vorteilhaft sein kann. Mir war wichtig zu zeigen, dass Klimaschutz für alle Vorteile hat. Zudem habe ich während des Crowdfundings in der Medienarbeit mitgewirkt. Während dieser Zeit galt es, mediale Aufmerksamkeit zu generieren. Das ist mit viel Aufwand verbunden.

Hatten Sie bereits Erfahrung in einer Redaktion gemacht?

Nein ich hatte darin keinerlei Erfahrung. Niemand aus unserem Team hatte bisher wirklich redaktionelle Erfahrung. Wir haben einfach nach bestem Wissen losgelegt.

Wie viele Stunden haben Sie investiert?

Ich habe nicht gezählt. So einige. Manche Sitzungen dauerten ganze Tage. Auch Nachtschichten sind vorgekommen.

Worin bestand der grösste Aufwand?

Am meisten Zeit verbrachten wir mit den Dingen rundherum. Auszumachen, wen wir erreichen möchten, welchen Inhalt wir dem Klimablatt haben möchten, darüber wurde viel geredet. Vieles wurde nach dem Konsensprinzip entschieden. Das erfordert viel intensive Diskussionszeit.

Ist das Projekt für Sie nun abgeschlossen?

Nein. Ich erledige immer noch täglich Korrespondenzarbeit zu unserem Projekt und wir besprechen, wie wir noch mehr Menschen erreichen können. Gerade heute werden aber weitere 150'000 Exemplare gedruckt, die an den Klimastreiks der nächsten Tage verteilt werden sollen.

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