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Diese Reformen prägten die Schullandschaft im Kanton Luzern

Wer kann sich noch erinnern, am Samstag die Schulbank gedrückt zu haben? Ein zweitägiges Wochenende gibt seit 1995. Daneben wurden in den letzten dreissig Jahren viele weitere Änderungen in der Schule vorgenommen. Wir geben einen Einblick.
Yasmin Kunz
1988: Neues Fach für Sekschüler

Informatikunterricht wird in der Sekundarschule eingeführt. Seither ist dieses Fach aus der Sekundarschule nicht mehr wegzudenken. Die Lerninhalte werden fortlaufend angepasst.

1990: Prüfungsfreier Übertritt

Der Luzerner Grosse Rat hat im Mai 1990 den prüfungsfreien Übertritt von der Primarschule auf die Sekundarstufe I diskutiert, der im gleichen Jahr versuchsweise eingeführt wurde. Mit einem knappen Mehr von nur drei Stimmen wurde ein Postulat überwiesen, das den Erziehungsrat in seiner Absicht stärkt, das prüfungsfreie Modell einzuführen.

1995: Schulfreier Samstag

Der Samstag wurde unterrichtsfrei. Vor 1995 in der Stadt Luzern, nachher auch in den Agglomerations- und Landgemeinden.

1995: Gleiche Bildung für Mädchen und Buben

Gleiche Wochenstunden-Tafel für Mädchen und Buben. So wurde etwa der Handarbeits- und Hauswirtschaftsunterricht auch für die Buben obligatorisch.

1999: Kindergarten wird obligatorisch

Zum einen wurde im Jahr 1999 der Erziehungsrat abgeschafft, zum anderen wurde im selben Jahr der Besuch des einjährigen Kindergartens obligatorisch. Vorher waren Eltern nicht verpflichtet, ihre Kinder in den Kindergarten zu schicken.

2006: Einführung der Blockzeiten

Vor mehr als zehn Jahren wurde der Stundenplan komprimiert: Alle Schüler der Kindergärten und Primarschulen gehen seither an fünf Vormittagen zu je mindestens vier Stunden in den Unterricht. Ausserdem haben die Schüler der 1./2. Klasse an drei Nachmittagen schulfrei, jene der 3./4. Klasse an zwei und jene der 5./6. Klasse an einem Nachmittag.

2007: Zweite Fremdsprache

Englisch wird in der Primarschule eingeführt. Alle Kinder erhalten ab der dritten Primarklasse Englischunterricht. Ab der fünften Klassen haben sie zusätzlich noch Französischunterricht.

2008: Harmos wird abgelehnt

Luzern hat als erster Kanton an der Urne den Beitritt zu Harmos klar abgelehnt. Am stärksten fiel die Ablehnung im Amt Entlebuch aus. Das HarmoS-Konkordat hatte zum Ziel, den Deutschschweizer Lehrplan zu vereinheitlichen – wie das nun mit dem Lehrplan 21 der Fall ist.

2011: Basisschrift wird obligatorisch

Die Basisschrift wird in der Primarschule eingeführt. Sie ersetzt den zweistufigen Aufbau der persönliche Schrift, der seit 1940 an Schweizer Schulen gelehrt und bei dem zuerst die gedruckte Schrift, dann die vollständig verbundene vermittelt wurde. Mit der Basisschrift wird dieses Prozedere vereinfacht und zugleich entspricht die Basisschrift eher der Handschrift.

2017: Lehrplan 21

Der Lehrplan 21 wird im Kanton Luzern vom Kindergarten bis zur 5. Klasse eingeführt. Ab 2018 folgen die oberen Klassen. Er ist der erste gemeinsame Lehrplan für die Volksschule. 21 deutschsprachige Kantone führen ihn ein, mit dem Ziel, die Schule zu harmonisieren.

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