Diesen Spielplatz in der Stadt Luzern haben Kinder mitgestaltet

Vom Pflanzenlabyrinth bis hin zum Trampolin: Beim neuen Spielplatz bei der Busstation Hirtenhof konnten die Kinder bei der Gestaltung mitreden. Manche Wünsche waren allerdings zu ausgefallen.

Ines Häfliger
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Die Spielgeräte auf dem Spielplatz Hirtenhof stehen bereit, der Rollrasen wird verlegt. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 4. Oktober 2018))

Die Spielgeräte auf dem Spielplatz Hirtenhof stehen bereit, der Rollrasen wird verlegt. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 4. Oktober 2018))

Auf der Spielwiese bei der Busendstation Hirtenhof in der Stadt Luzern einen Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen – das ist die Vision der Interessengemeinschaft Generationenpark. Sieben Outdoor-Fitnessgeräte stehen Bewegungsfreudigen dort bereits zur Verfügung. Ein Angebot, das vor allem von Rentnern rege genützt wird. Um dem generationsübergreifenden Gedanken gerecht zu werden, wird bald ein 600 Quadratmeter grosser Spielplatz auch Kinderaugen zum Leuchten bringen.

Die Spielfläche wird dabei nicht nur für die Kinder, sondern auch von ihnen sein: Die Wünsche der Kleinsten flossen aktiv in die Planung des 140000 Franken teuren Projektes mit ein. Hierzu organisierte die Stadtluzerner Quartierarbeit vergangenen Herbst eine Diskussionsveranstaltung, an der rund 40 Kinder teilnahmen. Die künftigen Spielplatznutzer durften an dieser ihren Traumvergnügungspark vorstellen. Die meisten Kinder wünschten sich ein Pflanzenlabyrinth. Diesem Anliegen sei man vorbehaltslos gerecht geworden, so Claudio Läng, Projektleiter der Stadtgärtnerei. Nicht zuletzt aufgrund des Projekts «Grünstadt Schweiz». Luzern setzt sich im Rahmen der 2017 erhaltenen Auszeichnung für eine nachhaltige Begrünung ein.

Rutschbahn ist nicht ganz so hoch wie gewünscht

Auch eine Riesenschaukel, zwei Trampoline und eine Kletterlandschaft wurden wunschgemäss realisiert. «Die meisten der Vorschläge konnten wir umsetzen – wenn auch mit Kompromissen. Die Rutschbahn ist beispielsweise nicht ganz so hoch wie es sich die Kinder ausgemalt haben», sagt Claudio Läng. Und in einigen Fällen überstieg die lebhafte Fantasie der Kinder schlichtweg das Machbare. Von einem Hamsterrad musste man absehen – genauso wie von einem Schokoladenbrunnen. Die Betroffenen hätten Verständnis gezeigt, meint Läng lachend.

Der aktive Einbezug der Kinder ist kein Sonderfall: Die Luzerner Stadtgärtnerei legt beim Spielplatzbau generell grossen Wert auf die Vorstellungen der Kleinsten. Aussergewöhnlich hingegen ist ihre Mithilfe im Umsetzungsprozess.

Am Aktionstag wird gepflanzt und aufgefüllt

Am «Aktionstag Hirtenhof» vom Mittwoch 17. Oktober können die Kleinsten ihrem Spielplatz den Feinschliff verleihen. Beispielsweise mit der Pflanzung der Wildhecke oder dem Auffüllen der Kiessandlandschaft. Die grossen Baggerarbeiten und den Elementzusammenbau überliess man dann doch lieber den Profis von der Stadtgärtnerei.

Tobias Nauheim, zuständig für die Quartierarbeit im Hirtenhof, betont den pädagogischen Nutzen des Aktionstags: «Das gemeinsame Planen und Bauen bringt Menschen allen Alters zusammen.» Zudem würden die Kinder auf ihre Umwelt sensibilisiert werden, was der Vorbeugung von Vandalismus diene.

Letztlich hat die Mitarbeit der Kinder auch einen pragmatischen Grund. Sie treibt die Fertigstellung des Projektes voran. Das Eröffnungsfest des Spielplatzes findet im Mai 2019 statt. Doch der Spielplatz soll bereits diesen Oktober fertiggestellt werden – im besten Fall nach dem Aktionstag. Projektleiter Claudio Läng hofft daher auf ein zahlreiches Erscheinen der Quartierbevölkerung: «Ich freue mich auf viele kleine und grosse Helfer.»

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