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Dieses «formidable» Programm erwartet die Zuschauer dieses Jahr im Zirkus Knie

Kurzweilig, rasant und auf sehr hohem Niveau: So präsentiert sich das neue Programm «Formidable», mit dem der Nationalzirkus Knie ab Freitag in Luzern gastiert. Das zeigt ein Besuch der letzten Vorstellung in Windisch (AG).
Yvonne Imbach
Spielerisch und energisch zugleich: Die siebenjährige Chanel Marie Knie bei ihrer Nummer mit den Lamas. Bild: Katja Stuppia/Circus Knie

Spielerisch und energisch zugleich: Die siebenjährige Chanel Marie Knie bei ihrer Nummer mit den Lamas. Bild: Katja Stuppia/Circus Knie

Ab Freitagabend heisst es also wieder: «Manege frei» für den Zirkus Knie auf der Luzerner Allmend. Unsere Zeitung hat am Dienstag den Weg in den Kanton Aargau unter die Räder genommen, um in Windisch zu erleben, was auf das Luzerner Publikum wartet. Dort waren zwar wohl aufgrund des letzten Schweizer WM-Spiels nur gut zwei Drittel der Sitzplätze besetzt, die Zuschauer zeigten sich jedoch bester Laune und erwartungsfroh auf einen wunderbaren – eben «formidablen» – Abend unter dem Chapiteau.

Mehrere höchst ästhetische Nummern

Mit seiner Verrenkungsnummer erweckte Alexander Batuev gleich zu Beginn die volle Aufmerksamkeit des Publikums. Der Mann scheint weder Gelenke noch Knochen zu haben, so sehr verdreht und verknotet er seinen Körper. Wem da vom Zuschauen fast anders wird, darf sich anschliessend von mehreren, höchst ästhetischen Nummern verzaubern lassen. Laura Miller ist mal schwebende Elfe, mal unbändige Meerjungfrau und verbindet anmutig die Elemente Luft, Wasser und Feuer. Unter der Zirkuskuppel zeigen Marie-Eve Bisson und Jonathan Morin an zwei verbundenen Reifen sehr sinnlich, was Paartanz hoch in der Luft heisst. Die acht Russinnen der Skokov Troupe fliegen scheinbar fern jeglicher Erdanziehungskraft auf der doppelten Schaukel.

Eine Weltpremiere präsentierten Franco Knie jun. mit Gattin Linna Knie-Sun und Sohn Chris Rui: Sie lassen einen unsichtbaren Drohnenschwarm, nur mit farbigen Lämpchen erkennbar, über der Manege schweben und erzeugen damit die Illusion eines Feuerwerks – in Slow Motion. Es ist einer jener Momente im Zirkus, bei denen man denkt: Das habe ich noch nie erlebt!

Chanel und ihre Nummer mit den Lamas

Grosse Freude bereitet auch dieses Jahr das jüngste auftretende Mitglied der Familie Knie, die siebenjährige Chanel Marie. Ihre Nummer mit den Lamas führte sie gleichermassen spielerisch wie energisch vor. Nicht fehlen dürfen die Dressurnummern mit Pferden. Chanels Bruder, der 17-jährige Ivan Frédéric, lässt in seiner Darbietung ein Pferd gar über ein XXL-Springseil gleiten, welches er auf dem Tier sitzend anschlägt.

Was wäre ein Zirkus ohne Klamauk? Dieses Jahr geht Regula Esposito mit auf Tournee. Seit mehr als 30 Jahren begeistert sie mit ihrer Figur «Helga Schneider» die Zuschauer. In Windisch fiel sie krankheitsbedingt jedoch aus. Comedian Dustin Nicolodi verstand es ausgezeichnet, den Part «Komik» alleine zu stemmen und erntete dafür viele Lacher. Das Luzerner Publikum darf sich dann wieder über die genesene, schrille «Helga Schneider» freuen. Während zweieinhalb Stunden reihten sich spektakuläre Darbietungen in einer bewährten Programm-Mischung aneinander. In Windisch gab es dafür stehende Ovationen.

Hinweis: Vorstellungen auf der Allmend ab Donnerstag bis 22. Juli, jeweils 20 Uhr. Sa/So/Mi auch 15 Uhr. Montag Ruhetag. VV: LZ-Corner, Ticketcorner, www.ticketcorner.ch sowie an der Zirkuskasse.

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Der Zeltaufbau des Zirkus Knie in Luzern im Zeitraffer:

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