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Dieter Haller (SVP): «Die Öko-Allianz will hunderte Tonnen Beton nutzlos verlochen»

Stadtluzerner SVP-Präsident Dieter Haller legt dar, weshalb er die Velostation an der Bahnhofsstrasse für wirkungslos hält.
Dieter Haller
Dieter Haller, Präsident der SVP Stadt Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 22. Januar 2018)

Dieter Haller, Präsident der SVP Stadt Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann, Luzern, 22. Januar 2018)

Als 2016 das Projekt «Take a Walk at the Bright Side» den Wettbewerb zum Umbau der Bahnhofstrasse gewann, war die Velostation noch kein Thema. So zeigen denn die Visualisierungen auch eine grosse Flanierzone vom Theater bis zum Bahnhofplatz. Mit der Velostation wäre aber schnell fertig mit den zusätzlichen Freiräumen: Vor dem Swisscom/Raiffeisen-Gebäude soll fast über die gesamte Länge eine Rampe erstellt werden. Direkt daneben führt die Autostrasse weiterhin Richtung Bahnhofplatz, da die Bahnhofstrasse für den Zubringerverkehr und Cars auch nach dem Umbau befahrbar sein muss.

Nun hat der Grosse Stadtrat dem Projektierungskredit für die Velostation zugestimmt. Die Öko-Allianz aus SP, Grünen und GLP verlangt viel von den Luzernerinnen und Luzernern: Sie sollen die Investitionen und den gesamten Unterhalt übernehmen. Gleichzeitig verhindern die linken Parteien ein Veloparkverbot auf der Bahnhofstrasse und machen dadurch die Velostation, welche gemäss Stadtrat exorbitante 13.5 Millionen Franken oder rund 12400 Franken pro Veloparkplatz kosten wird, überflüssig. Im Wissen der Beschaffenheit des Untergrundes sprechen Experten davon, dass die Baukosten noch weitaus höher sein werden.

Ausgerechnet die Öko-Allianz will ohne mit der Wimper zu zucken hunderte Tonnen Beton nutzlos verlochen. Vermutlich weiss sie nicht oder es ist ihr egal, dass mit dem Bau der Velostation für die Umwelt weit über eine Millionen Tonnen CO2 anfallen wird – pro Tonne Zement eine halbe Tonne CO2. Wenn man in Betracht zieht, dass auch künftig kein Parkverbot auf der Bahnhofstrasse gelten wird und fraglich ist, ob ein solches gesetzlich überhaupt umsetzbar ist, dass die bisherige Velostation am Bahnhof im Jahresschnitt keine 40 Prozent Auslastung aufweist und dass alles kostenlos zur Verfügung stehen soll, ist klar: Dieses Projekt muss abgelehnt werden.

Es war sicher nicht falsch, diese Velostation zu prüfen. Doch wenn man dann die massiven Probleme bezüglich Kosten und Umsetzung sieht, sollte man auch den Mut haben, ein Projekt abzublasen. Angesichts voller Kassen mit den Millionengewinnen der letzten Jahre ist der Öko-Allianz das Kosten-Nutzen-Verhältnis aber egal. Alle sind sich einig, dass der Veloverkehr in der Stadt Luzern gefördert werden muss. Man sollte dabei jedoch immer Lösungen mit Augenmass suchen und dabei auf dem Boden der Realität bleiben. Dies ist bei der luxuriösen, teuren und wirkungslosen Velostation sicher nicht der Fall. Sagen sie deshalb Nein zur Velostation Bahnhofstrasse!

Patrizia Graf vom Vorstand Pro Velo hält dagegen:

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