DIPLOM: Mit Schwung ins Lehrerleben

Franziska Sutter aus Dierikon hat gerade ihr Diplom als Sportlehrerin gemacht. Sie hat an der PH Luzern einen neuen Studiengang absolviert.

Mirjam Weiss
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Franziska Sutter (31) beim Schwimmunterricht im SPZ Nottwil. (Bild Eveline Beerkircher)

Franziska Sutter (31) beim Schwimmunterricht im SPZ Nottwil. (Bild Eveline Beerkircher)

Diplom Franziska Sutter aus Dierikon hat gerade ihr Diplom als Sportlehrerin gemacht. Sie hat an der PH Luzern einen neuen Studiengang absolviert.

«Ich hatte nie das Ziel, Lehrerin zu werden», erzählt Franziska Sutter schmunzelnd. Nichtsdestotrotz hat die 31-Jährige aus Dierikon soeben erfolgreich ihr Diplom als Sportlehrerin gemacht. So wie zwölf weitere Diplo­manden, die den neuen Studiengang Sekundarstufe II Lehrdiplom für Maturitätsschulen in Sport oder Geschichte an der Pädagogischen Hochschule PH Luzern absolviert haben. Am Freitagabend haben sie im Marianischen Saal in Luzern ihr Lehrdiplom erhalten.

Voll- oder Teilzeitstudium möglich

Der Studiengang Sek II an der PH Luzern wurde erst 2012 lanciert. «Mit dem neuen Studiengang wird nun die Lehrerbildung über alle Schulstufen hinweg an der PH Luzern angeboten», sagt Markus Elsener, Leiter Studiengang Sekundarstufe II. Bis anhin habe man an der Uni Luzern zwar Geschichte studieren, die Gymnasiallehrerausbildung für das Fach Geschichte aber nicht in Luzern machen können. Die Lehrdiplome Sek II in Sport oder Geschichte sind schweizweit anerkannt. Zulassungsvoraussetzung zum Studiengang ist ein universitärer fachwissenschaftlicher Masterabschluss im gewählten Fach. In einem Vollzeitstudium dauert die Ausbildung ein, in einem Teilzeitstudium zwei Jahre.

Sie habe Teilzeit studiert und nebenbei Stellvertretungen gemacht, sagt die diplomierte Sportlehrerin Franziska Sutter. «Mit nur zwei bis drei Pflichtvorlesungen pro Woche konnte ich mir meine Zeit sehr frei einteilen.» Das Studium habe ausserdem drei längere Praktika, mehrere schriftliche Arbeiten, eine Abschlussarbeit im Bereich Fachdidaktik sowie mündliche Prüfungen beinhaltet.

Wegen Freund Studium in Luzern

«Bewegung und Gesundheit waren mir schon immer sehr wichtig», sagt Franziska Sutter. Deshalb habe sie sich nach der Matura für ein Masterstudium in Sport- und Gesundheitswissenschaften an der Universität Basel entschieden. Nebenbei gab und gibt sie bis heute Schwimmkurse an der Schwimmschule Liestal. Neu ist sie zudem auch für den Schwimmverein Sempachersee tätig. «Dabei habe ich gemerkt, wie viel Spass mir die Arbeit mit Kindern macht und dass ich das gern hauptberuflich machen würde.» Aus diesem Grund gab sie vor vier Jahren ihre Festanstellung als Fitnesstrainerin und Sporttherapeutin in einer Physiotherapie-Praxis auf und übernahm stattdessen Stellvertretungen als Sportlehrerin. «Ich stellte fest, dass ich mich in der Rolle als Lehrerin wohl fühlte», erzählt Sutter. «Einziges Manko war das fehlende Lehrdiplom, das ich jetzt nachgeholt habe.» Da sie nicht mehrere Fächer unterrichten wollte, habe sie sich für den Studiengang Sekundarstufe II mit einem bis zwei Wahlfächern entschieden. Diesen hätte die gebürtige Baslerin auch an der Fachhochschule Nordwestschweiz besuchen können. Warum hat sie Luzern gewählt? «Mein Freund ist Luzerner, und wir leben seit drei Jahren zusammen in Dierikon», erklärt sie. «Ich möchte hier in der Region bleiben.»

«Ich kann auch nicht alles perfekt»

Zunächst werde sie nun in einem Teilzeitpensum an der Sekundarschule in Menznau Sport unterrichten, erzählt Franziska Sutter. Daneben leitet sie für den Schwimmverein Sempachersee diverse Schwimmkurse. «Ich möchte Jugendliche zu einem bewegten Leben animieren», sagt die 31-Jährige. Dabei seien für sie die Gesundheit, und insbesondere ein gesunder Rücken, besonders wichtig. «In meiner früheren Tätigkeit als Sporttherapeutin habe ich zum Teil auch sehr junge Mädchen mit gesundheitlichen Problemen behandelt.» Ausserdem lege sie Wert auf Anstand, Respekt und auf Einsatz im Unterricht. «Ich kann im Sport auch nicht alles perfekt», sagt sie. Hochsprung beispielsweise liegt ihr weniger. «Aber ich versuche es zumindest, und das erwarte ich auch von meinen Schülerinnen.» Sie selber mache derzeit am liebsten Ausdauersport. An Gigathlons, Halbmarathons und einem Marathon hat sie bereits teilgenommen. «Die Marathonstrecke durch die Stockholmer Innenstadt war wunderschön», schwärmt Franziska Sutter. Bei dieser Gelegenheit habe sie ihre Leidenschaft für Bewegung und fürs Reisen verbinden können.

Hinweis

Abschlüsse im Studiengang Sekundarstufe II, Fach Sport: Beeler Matthias, Emmenbrücke; Burkhardt David, Luzern; Gottschalk Ma­rius, Bern; Grimm Oliver, Mauren; Guillet Elmar, Düdingen; Gürber Ralph, Zug; Helmeke Alexander, Winterthur; Spälti Matthias, Gebens­torf; Stucki Lena, Zürich; Sutter Franziska Nicole, Dierikon; Veya Florent, Le Bémont.

Fach Geschichte: Fischer Raffael, Willisau; Szkiet Christine, Luzern.