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DIPLOMFEIER: Viele Hochs – wenige Tiefs

315 Fach- und Wirtschaftsmittelschüler feiern ihren Abschluss – und der Rektor verteilt nicht nur Streicheleinheiten. Vom Abschlussfest angetan war auch ein Regierungsrat.
Hannes Bucher
Absolventen des Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrums freuen sich im KKL über ihre Zeugnisse. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 3. Juli 2017))

Absolventen des Fach- und Wirtschaftsmittelschulzentrums freuen sich im KKL über ihre Zeugnisse. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 3. Juli 2017))

Hannes Bucher

kanton@luzernerzeitung.ch

Der Luzerner Saal im KKL brodelte am gestrigen Nachmittag vor Vorfreude, Aufbruchstimmung, Tatendrang. 315 junge Frauen und Männer, allesamt aufs Beste herausgeputzt, feiern ihren Abschluss am Fach- und Wirtschaftszentrum Luzern. Sie dürfen ihr Abschlusszeugnis und das Diplom für die Fachmittelschule, die Gesundheitsmittelschule, die Wirtschaftsmittelschule oder das Berufsmaturazeugnis Gesundheit und Soziales entgegennehmen.

Darauf haben die jungen Leute die vergangenen Jahre und ­Monate hingearbeitet – wohl eine Zeit «voller Ups – und auch ein paar Downs», wie Rektor Helmut Bühler in seiner Begrüssungs­rede vermutet. Für die Diplomfeier wünscht er den jungen Leuten «eine beschwingte, federleichte Up-Situation». Er thematisiert dann auf originell-launische Weise die aktuelle «Head-down-Generation», die «Kopfunter-Generation». Diese sei denn auch Thema zweier Abschlussarbeiten an der Schule gewesen. Nun, er verteufelt die Smartphones nicht, welche dieses Kopfsenken verursachten. Er sehe das Potenzial dieser neuen Medien – und «ich habe den Kopf auch viel unten».

Kopf oben halten – um kritisch denken zu können

Dann gibt es «nicht nur Streicheleinheiten und Gratulationen» zum Abschluss, sondern auch noch «etwas Belehrung und Ernsthaftigkeit»: Der Rektor warnt eindringlich vor «Blödsinn und Bullshit», welche die Smartphones regelmässig verseuchten, und ruft Immanuel Kant in Erinnerung, der vor Unmündigkeit oder eben Dummheit gewarnt habe. «Behalten Sie den Kopf oben, damit Sie kritisch denken können, und opfern Sie die Hoheit über Ihr Denken nicht irgendwelchen Ratten­fängern mit bösen Absichten.»

Auch Lehrpersonen erleben mit einer Schülergeneration ihre «Ups und Downs». Davon erzählen Sandya Obrist und Atilla Yilmaz. Ihr Fazit: Es gelte, im Leben die richtigen Fragen zu stellen, und schade auch nicht, ab und zu hin und her geschüttelt zu werden.» Berufsmaturand Drissa Coulibaly steht mit seinem Votum den Vorrednern nicht nach. Nein, er habe sich für sein «erstes Mal öffentlich reden» nicht im Internet schlaugemacht, sondern seine Tante als Informations­quelle benützt. Regierungsrat Paul Winiker ist seinerseits angetan von den «herzlichen, mit viel ­Spirit vorgetragenen Beiträgen». Stimmig eingebunden ist die Feier, die von einer offensichtlich ebenso stimmigen Atmosphäre an der Schule zeugt, auch musikalisch: Der Chor unter der Leitung von Sandya Obrist und John Savelkoul umrahmt den Anlass. «Halleluja» hat es im ersten Stück geheissen, die folgenden Stücke wurden allesamt unter dem Motto «Up and down» ausgewählt.

Hinweis: Die Namen der Absolventen lesen Sie in der Sonderbeilage zum Lehrabschluss vom 15. Juli.

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