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Kolumne

Direkt aus Bern: Spannung und Emotionen

In ihrem Beitrag gibt die Altishofer CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann-Hunkeler einen Einblick in die Bundesratswahlen aus dem Parlament heraus.
Ida Glanzmann-Hunkeler
Ida Glanzmann-Hunkeler, CVP-Nationalrätin, Altishofen. (Bild: PD)

Ida Glanzmann-Hunkeler, CVP-Nationalrätin, Altishofen. (Bild: PD)

Der Wochenstart vor den Bundesratswahlen war spannend. Etliche Journalisten wollten bei uns Parlamentariern herausfinden, wem man seine Stimme geben würde. Das Wahlgeheimnis ist und bleibt aber schlussendlich noch das letzte, das wir wirklich nicht deklarieren müssen.

Meine Sitznachbarin seit sieben Jahren, Viola Amherd, stand zusammen mit der anderen Kandidatin der CVP, Heidi Zgraggen, während Tagen immer im Fokus der Kameras und der Journalisten, ebenso die Kandidaten der FDP. Die Nacht der langen Messer am Vorabend der Bundesratswahl ist eine Legende. Im Bellevue trafen sich zwar Politikerinnen und Politiker, aber mehr um ein Bier oder ein Glas Wein zu trinken und mal über die Parteigrenzen hinaus zu plaudern. Eines war sicher: Geheimpläne wurden keine geschmiedet.

Am Wahltag glich das Bundeshaus einem Bienenhaus. Unzählige Fotografen und Journalisten waren unterwegs. Alle suchten ein gutes, aussergewöhnliches Bild oder ein interessantes Interview. Die Bundeshausatmosphäre ist an einem solchen Tag sehr aussergewöhnlich. Aber das darf es auch sein, schliesslich werden nicht jeden Tag Bundesräte oder Bundesrätinnen gewählt.

Mit der Verabschiedung der zwei Bisherigen Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann wurde die Vereinigte Bundesversammlung eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt war meine Sitznachbarin immer noch erstaunlich gefasst. Mit dem Beginn der Wahl stieg die Spannung. Die Wahlzettel wurden eingezogen. Ein letztes Selfie mit meiner Nachbarin, von der ich weiss, dass wenn sie gewählt wird, sie ab sofort nicht mehr neben mir sitzen wird. Ein komisches Gefühl, wenn man sieben Jahre gut zusammen gearbeitet hat, ab und zu gestritten hat, wenn man nicht gleicher Meinung war, die Kollegialität aber trotzdem immer gepflegt hat. Und dann das Resultat. Ich freute mich für Viola Amherd, eine kurze Umarmung, eine Gratulation. Und wir freuten uns, dass wir im Bundesparlament einen historischen Tag mit der Wahl zweier Frauen an einem Tag erleben durften. Nach der Vereidigung der beiden Bundesrätinnen war die Karriere von Nationalrätin Amherd beendet und der neue Lebensabschnitt von Bundesrätin Amherd begann.

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