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DJ Bobo mischt im Luzerner Gesundheitswesen mit

Die Gesundheitskosten steigen und steigen. Nun appelliert der Kanton Luzern mit einer Kampagne an die Eigenverantwortung jedes Bürgers. Hilfe bekommt er von Sänger und Tänzer DJ Bobo.
Yasmin Kunz
Mit dieser Kampagne sollen die Gesundheitskosten gesenkt werden (Bild: PD)

Mit dieser Kampagne sollen die Gesundheitskosten gesenkt werden (Bild: PD)

Eigentlich singt und tanzt er. Neu strahlt er uns auf Plakaten entgegen, aber nicht um Werbung für ein Konzert zu machen, sondern um an die Eigenverantwortung zu appellieren. Die Rede ist von Sänger und Tänzer DJ Bobo. Der Musiker fordert die Luzerner Bürgerinnen und Bürger mit dem Slogan «Gehen Sie nicht wegen jedem Bobo zum Arzt» auf, einen verantwortungsvollen Umgang mit den medizinischen Angeboten zu pflegen.

Graf: «Nicht vorschnell zum Arzt gehen»

Hintergrund: Das Kostenwachstum im Gesundheitswesen muss gedämpft werden. Denn jeder Arzt- und Spitalbesuch belastet das Gesundheitssystem. Mit den Plakaten, die ab heute an diversen Orten im Kanton hängen, will der Kanton Luzern unter anderem auch die Notfallstationen entlasten. «Jeder Bagatellfall führt zu längeren Wartezeiten im Notfall, dies zu Lasten der ‹echten› Notfälle. Jeder Bagatellfall verursacht zudem unnötige Kosten», sagt Guido Graf, Luzerner Gesundheitsdirektor (CVP).

Graf sagt: «Wer bei harmlosen Beschwerden nicht vorschnell einen Arzt oder ein Spital aufsucht und versucht, sich zuerst selber zu helfen, leistet einen Beitrag gegen die steigenden Gesundheitskosten». Graf betont aber auch: «Es ist mir bewusst, dass es für Laien oft schwierig zu beurteilen ist, was ein medizinischer Notfall ist. Keinesfalls raten wir generell davon ab, bei gesundheitlichen Problemen professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen».

Weniger Konsultationen vermeiden unnötige Kosten

Weniger Konsultationen beim Arzt und im Spital seien ein aktiver Beitrag, um unnötige Kosten zu vermeiden. Dies wirke sich wiederum positiv auf die Entwicklung der Krankenkassenprämien aus, schreibt Graf in einer Medienmitteilung vom Montag. Das schweizerische Gesundheitswesen zeichne sich durch eine hohe Versorgungsdichte mit einem entsprechend grossen medizinischen Leistungsangebot aus.

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