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DOKFILM ÜBER DIE BASELSTRASSE: Rue de Blamage geht in die Verlängerung

«Rue de Blamage» lockt die Leute ins Kino. Das Quartier erhofft sich nun mehr Aufmerksamkeit.
Thomas Thümea, Aldo Gugolz (Regieseur) und Christina Caruso an der Premiere des Dokfilm Rue de blamage, über die Baselstrasse. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 2. April 2017))

Thomas Thümea, Aldo Gugolz (Regieseur) und Christina Caruso an der Premiere des Dokfilm Rue de blamage, über die Baselstrasse. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 2. April 2017))

Rund 5500 Personen haben allein in Luzern «Rue de Blamage» seit der Erstausstrahlung Anfang Monat bereits gesehen. Der Dokumentarfilm über die Luzerner Baselstrasse erreicht damit eine für Schweizer Filme sehr hohe Zuschauerzahl. Dies sagt Frank Braun, Geschäftsleiter der Neugass Kino AG, die das Bourbaki Luzern betreibt, auf Anfrage. «Wir haben die Vorstellungen deshalb bis Anfang Mai verlängert. Sollte das Interesse weiter anhalten, können wir uns vorstellen, den Film auch noch länger zu zeigen.» Braun erwartet, dass die Zuschauerzahlen noch zweistellige Werte erreichen. «Zum Vergleich: Der erfolgreichste Schweizer Film im letzten Jahr war ‹Alpzeit›, dieser wurde in dreissig Kinos ausgestrahlt und erreichte 42'500 Zuschauer.»

Filmregisseur Aldo Gugolz, der selbst einen Teil seiner Kindheit an der Baselstrasse verbracht hat, ist besonders erfreut: «Eigentlich war schon abzusehen, dass der Film in Luzern auf ein grosses Interesse stossen würde. Aber dass er so viele Zuschauer ins Kino lockt – das habe ich mir nicht vorstellen können.» Von Freunden und Bekannten habe er gar gehört, dass sie Schwierigkeiten hätten, ein Ticket zu bekommen. Er habe auch den Fanclub von Daniele Martin, dem Strassenmusiker, etwas unterschätzt. «Ganz viele kennen ihn, und ich freue mich, dass auch er sehr stolz ist auf den Film. Es ist ja immer etwas schwierig, wenn man private Angelegenheiten eines Menschen öffentlich macht.»

Aber auch der Künstler Christoph Fischer habe den Film mit seinen Beobachtungen am Kreuzstutz natürlich ungemein bereichert, findet Gugolz. Deshalb habe er insgeheim darauf gehofft, dass sich viele Menschen fragen, was es mit der 3,5 Meter grossen Figur auf dem Kreuzstutz-Kreisel auf sich hat. Christoph Fischer hat diese entworfen (wir berichteten). Er selbst sagt zum Film: «Natürlich bin ich selbst auch ein bisschen befangen, da ich selbst im Film vorkomme. Trotzdem glaube ich, dass der Film den Erfolg verdient hat.» Ausserdem findet Fischer es schön, dass die Hintergrundgeschichte über seine Skulptur, verknüpft mit seiner Arbeit, erzählt wird.

«Wir sind wieder im Gespräch»

Thomas Glatthard, Geschäftsführer des Vereins BaBel, hofft, dass durch den Film auch das Quartier wieder mehr in den Vordergrund gerückt wird. «Wir waren bei der Produktion immer präsent, deshalb freut uns das Interesse natürlich.» Dass «Rue de Blamage» derart viele Leute ins Kino locken würde, überrascht Glatthard jedoch nicht. Er habe bereits während der Produktionsphase geahnt, dass der Film erfolgreich werden könnte. «Besonders freut mich aber, dass innerhalb des Quartiers sehr viel über den Film geredet wird. Auch ausserhalb sind wir wieder im Gespräch.»
Auch Aldo Gugolz freut dies. «Ich bin froh, dass ich den Film jetzt gemacht habe, denn die Strasse ist in dauernder Veränderung; die Menschen, die noch von ganz alten Zeiten berichten können, werden immer weniger», sagt der Regisseur.

sho

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