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DOPPLESCHWAND: Viel Schall und Rauch

Schräge Töne und explosive Nummern locken alle Fasnachtsgeister auf die Strasse.
Als Minions unterwegs: die Falkenschränzer Doppleschwand. (Bild: Manuel Burkhard (Doppleschwand, 28. Februar 2017))

Als Minions unterwegs: die Falkenschränzer Doppleschwand. (Bild: Manuel Burkhard (Doppleschwand, 28. Februar 2017))

903 Umzugsteilnehmer – mehr, als Doppleschwand Einwohner hat – standen am Dienstagnachmittag am Start. Als sie loszogen, brach sogar die Sonne durch. Umzugschef Willi Emmenegger war optimistisch: «Bis nach dem Umzug hält sich das Wetter. Dann geht es im Schulhaus weiter.»

Alle Beteiligten legten sich mächtig ins Zeug. Die Wagen überzeugten mit Kreativität und Biss, und die Guuggenmusigen schränzten, als hätten sie die Nacht zuvor geschlafen.

Die organisierende Gige-Zunft Doppleschwand mit Zunftmeister Rainer Glanzmann stellte die Fasnacht unter das Motto «Dopplischwander Fasnacht, e goldigi Sach». Keine leeren Worte, musizierten doch mit den Falkenschränzern, den Jungguugern und der Guuggemusig Doppleschwand gleich drei lokale Formationen. Dazu gesellte sich der Doppleschwander Nachwuchs vom MuKi-Turnen bis zur 4. Klasse, die als Automechaniker, Schellenursli, Elefanten, Feuerwehrleute und Feuerteufel für Farbe sorgten.

Biogas-Toilette hat es in sich

Ein Spektakel veranstaltete die Gige-Zunft mit ihren Wagen. Mini Beiz, dini Beiz, Landfrauenküche: «Kochsändige bes zom abwinke… üüs duez langsam stinke!» Gleichzeitig kündigten sie mit «mini Kebab, dini Kebab» schon den nächsten kulinarischen Hit an. Für viel Schall und Rauch sorgte die Zunft auch mit ihrer Biogasnummer, deren Herzstück ein explodierendes WC samt durch die Luft fliegendem Toilettengänger war. Alpeti-Nord suchte für ihren eigenen «Bachelor» heiratswillige Bauern – ob einer gefunden wurde, ist nicht bekannt. Der Jodlerklub Edelweiss Romoos nahm sich die bedrohte Seilbahn Schwändi–Länggrat vor und klagte: «S Bändli wei si nümme ha, drum muäsch jetzt z Fuäss übere Goudbach ga!»

Ein Hingucker an der Doppleschwander Fasnacht ist die Riesengeige. Als Obergeiger amtiert jeweils der letztjährige Zunftmeister. Heuer wurde sie von Hugo Portmann bespielt. Eine besondere Freude bereitete dieser Auftritt der Gige-Gotte Miggi Helfenstein. Die 94-jährige sicherte sich einen Platz in der vordersten Reihe und erklärte: «Ich bin fröhlich, gesund und immer an der Fasnacht dabei.»

Manuel Burkhard

kanton@luzernerzeitung.ch

Hinweis Weitere Fotos finden Sie unter www.gigezunft.ch.

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