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Kommentar

Downtown

Die Urbanisierung ist längst in der Zentralschweiz angekommen – und zeigt sich exemplarisch in der neuen Mattenhof-Überbauung.
Jérôme Martinu, Chefredaktor
Jérôme Martinu

Jérôme Martinu

In den USA nennt man Stadtteile, wo die Verdichtung am höchsten ist und die Häuser an den Wolken kratzen, Downtown. Amerikanische Verhältnisse haben wir hier nicht. Klar ist aber: Auch bei uns ragen die Städte in die Höhe und über die Ränder hinaus. Ob in Luzern, Zug oder Sursee, das Bild ähnelt sich. Bevölkerungswachstum und Lust auf Urbanität sorgen für eine «Downtownisierung» bis in die Agglomerationen.

In Luzern Süd, dem Dreieck zwischen der Stadt Luzern, Kriens und Horw, wird heute die Mattenhof-Überbauung offiziell eröffnet. Hier ist ein imposanter Stadtteil entstanden: dicht bebaut, eng stehende, teils sehr hohe Gebäudekomplexe. «Diese Grösse sind wir uns nicht gewohnt», sagt einer der Architekten. Und es wird in diesem Stil weitergehen. Der Stadtraum wächst. Immer mehr hohe, dicht beieinander liegende Baukörper werden an die grüne Luzerner Allmend angrenzen, ein bisschen so, wie rund um den New Yorker Central Park.

Ob in Downtown Luzern Süd oder anderswo: Der verdichtete und konsequent in die Höhe getriebene Mix aus Wohnungen, Büros, Gewerbe- und Ladenflächen ist nicht nur neuartig und gewöhnungsbedürftig für die in Schweizer Klein- und Gartenstadtverhältnissen lebende Mehrheit. Die urbane Verdichtung ist – an den passenden Orten – die konsequente, richtige Entwicklung. Sie schont Landressourcen und ermöglicht besonders energieeffiziente Bauweisen. Zu klotzig? Es gibt zunehmend mehr Leute, denen diese Wohn- und Lebensweise gefällt.

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