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Stadt Luzern hat drei Marktstände zu besetzen

Nach einem knappen halben Jahr haben drei Standbetreiber bereits genug. Wohl auch wegen falscher Vorstellungen, glaubt Thomas Bucher, Präsident der IG Luzerner Wochenmarkt.
Raphael Zemp
Ein Stand am Luzerner Wochenmarkt. | Bild: Nadia Schärli (Luzern, 23. September 2017)

Ein Stand am Luzerner Wochenmarkt. | Bild: Nadia Schärli (Luzern, 23. September 2017)

Wer darf am Luzerner Wochenmarkt seine Ware feilbieten? Eine Frage, in der sich die Stadt und eine abgelehnte Marktstandbetreiberin nicht einig waren. Für Klarheit musste schliesslich das Bundesgericht sorgen. Mit seinem Entscheid gab es der Klägerin Recht und hiess die Stadt an, die Marktplätze künftig nach allgemeingültigen Kriterien regelmässig auszuschreiben.

Die erste Ausschreibung wurde im vergangenen Sommer durchgeführt. Bereits im November stand fest: Die Stadt kann sämtlichen 74 Gesuchsteller einen Standplatz anbieten – für mindestens fünf Jahre. 66 Gesuche waren von angestammten Marktteilnehmern eingereicht worden, acht von solchen, die bis dahin noch keinen Standplatz hatten. Nun, ein knappes halbes Jahr später, sind bereits drei Standbetreiber abgesprungen, wie die Stadt Luzern in einer Medienmitteilung schreibt. Deshalb sucht sie nun je einen Nachfolger für die Kategorien «Fleisch und Wurstwaren», «Fisch, See- und Meeresfrüchte» sowie «Spezialitäten Südeuropa».

Stadt wurde gewarnt

Über den schnellen Rückzug wenig überrascht ist Thomas Bucher, Gunzwiler Bauer, Marktfahrer und Präsident der Interessengemeinschaft Luzerner Wochenmarkt, der rund 50 Marktfahrer angehören. «Wir haben die Stadt davor gewarnt.» Viele hätten das Gefühl, man könne sich mit einem Marktstand in der Stadt innert kürzester Zeit eine goldene Nase verdienen. Bucher aber weiss: «Wer am Luzerner Wochenmarkt Erfolg haben will, der braucht erstens Herzblut und zweitens – Geduld.» Einen Kundenstamm aufzubauen, das dauere Jahre.

«Wer dieses Engagement unterschätzt, der gibt schnell auf», weiss Bucher, der an seinem Stand ein breites Sortiment anbietet: Es reicht von Obst, Gemüse über Käse, Eier und Backwaren bis hin zu Schnittblumen. Übernommen hat er den Stand von seinen Eltern, ebenfalls eingefleischte Marktfahrer.

Bucher bietet seine Waren dienstags und samstags feil – «das ganze Jahr durch». Und so soll es auch in Zukunft bleiben. Entsprechend zufrieden ist er denn auch, dass sämtliche bisherigen Marktfahrer auch unter dem neuen Ausschreibungsverfahren berücksichtigt worden sind. «Es bleibt zu hoffen, dass sich an dieser Praxis nichts ändert.»

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