Drei neue Bushaltestellen für das schlecht erschlossene Reussbühl

Mit drei neuen Bushaltestellen wird das Luzerner Aussenquartier aufgepeppt.

Sandra Monika Ziegler
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Das lange Warten hat ein Ende. Waren die Busverbindungen bisher in den Luzerner Stadtteil Reussbühl eher dürftig, so sollen sie jetzt mit drei neuen Haltestellen aufgewertet werden. Ein Vorhaben, das die SVP bereits 2016 aufgriff und mit einem Vorstoss aufs politische Parkett hievte.

Jetzt teilt die Stadt Luzern mit, drei neue Haltestellen im Quartier Reussbühl zu realisieren: je eine an der Obermättlistrasse, der Eichstrasse und der Waldstrasse. Die Pläne liegen ab dem 23. September während 20 Tagen bis zum 14. Oktober im Tiefbauamt Luzern an der Industriestrasse öffentlich auf.

Drei Haltestellen für 140 000 Franken

Vorerst ist für die neue Linienführung eine zweijährige Testphase eingeplant. Deshalb werden drei provisorische Haltestellen gebaut. Die Kosten dafür belaufen sich laut der Mitteilung auf rund 140 000 Franken. Die Bauarbeiten für die drei neuen Haltestellen beginnen bereits Ende Oktober und dauern einen Monat.

Die drei neuen Haltestellen heissen Eichenstrasse, Waldstrasse und Obermättlistrasse. Ihre genaue Lage ist auf Plan mit blauen Balken eingezeichnet (die blauen Pfeile geben die Fahrtrichtung der Busse an). (Grafik: Stadt Luzern)

Die drei neuen Haltestellen heissen Eichenstrasse, Waldstrasse und Obermättlistrasse. Ihre genaue Lage ist auf Plan mit blauen Balken eingezeichnet (die blauen Pfeile geben die Fahrtrichtung der Busse an). (Grafik: Stadt Luzern)

«Wird das Angebot genutzt und verläuft die Versuchsphase positiv, werden an diesen drei Stellen reguläre Bushaltestellen realisiert. Und diese Haltestellen werden dann auch behindertengerecht gebaut. Das heisst mit einer Bordkante von 22 Zentimetern, um autonom aussteigen zu können», erklärt Christian Ferres, Projektleiter Mobilität Tiefbauamt Luzern. Bei den provisorischen Haltestellen werden die Bordkanten an der Eichen- und der Waldstrasse 16 und an der Obermättlistrasse 10 Zentimeter hoch.

Erste Fahrt am 15. Dezember

Auf den Fahrplanwechsel wird mit der neuen Linienführung gestartet. Die bestehenden Linien 42 und 43 werden künftig via Seetalplatz bis zur neuen Endstation Waldstrasse verlängert. Bisher war für die beiden Buslinien beim Emmen Center Endstation. Damit wird das Quartier Staffeln Obermättli im Viertelstundentakt in Richtung Frohburg und Seetalplatz erschlossen.

Dort bestehen Weiterfahrmöglichkeiten mit den Buslinien 2 und 5 Richtung Luzerner Innenstadt, mit dem lokalen Emmer Busnetz oder mit der Bahn. Damit erfüllen der Verkehrsverbund Luzern und die Stadt einen lang gehegten Quartierwunsch. Denn bereits vor vier Jahren haben der Quartierverein und die Abendgesellschaft Reussbühl mit einem offenen Brief auf die mangelnde Anbindung an den ÖV aufmerksam gemacht. Die Freude ist jetzt «sehr gross» wie Quartiervereinspräsident Fabrizio Laneve sagt: «Gut Ding will Weile haben. Wir sind überzeugt, dass die Bevölkerung das neue Angebot rege nutzt. So wird aus dem Testbetrieb ein fixer Betrieb.».

Dieser Plan zeigt die Linienführung der Buslinien 42/43 im geplanten Zustand mit der Verlängerung zur neuen Endhaltestelle Waldstrasse. (Grafik: Stadt Luzern)

Dieser Plan zeigt die Linienführung der Buslinien 42/43 im geplanten Zustand mit der Verlängerung zur neuen Endhaltestelle Waldstrasse. (Grafik: Stadt Luzern)