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Drogenhandel im Restaurant: Luzerner Wirt verurteilt

Ein Luzerner Wirt, der während Monaten einen lukrativen Drogenhandel in seinem Lokal ermöglicht hatte, ist zu Recht zu einer unbedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde gegen ein Urteil des Luzerner Obergerichts abgewiesen.
Kokain ist in Luzern beliebt. Hier werden pro 1000 Einwohner und Tag bis zu 1,8 Gramm Kokain konsumiert. (Symbolbild Archiv / Neue LZ)

Kokain ist in Luzern beliebt. Hier werden pro 1000 Einwohner und Tag bis zu 1,8 Gramm Kokain konsumiert. (Symbolbild Archiv / Neue LZ)

Der 55-jährige Türke wurde der mehrfachen schweren Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, der mehrfachen Geldwäscherei und der mehrfachen Urkundenfälschung schuldig gesprochen. Er erhielt dafür eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.

Mit dem Entscheid des Bundesgerichts wird das Luzerner Urteil rechtskräftig. Bereits im Sommer 2011 war die Tochter des Wirtes, die als Patentinhaberin die Gaststätte formell führte, zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

Der Verurteilte hatte 2006 und 2007 während rund zehn Monaten den Drogenhandel in seinem Lokal nicht nur geduldet, sondern nach Ansicht des Obergerichtes begünstigt und ermöglicht. Ohne seine Mitwirkung wäre der Drogenhandel im einschlägig bekannten Restaurant zu riskant gewesen, heisst es im Urteil.

Der Verurteilte stellte nicht nur seine Gaststätte für den Handel zur Verfügung, sondern schützte die Dealer auch vor möglichen polizeilichen Interventionen, indem er Drogengeld und Mobiltelefone in den Hinterräumen des Restaurants aufbewahrte.

Drogenhändler erhöhten Umsatz

Der Verurteilte dürfte Drogengeld von 175'000 Franken aufbewahrt haben, was einer Kokainmenge von 1,75 Kilogramm entspricht. Er habe zwar nicht direkt vom Drogenhandel profitiert, schreibt das Obergericht. Indirekt hätten ihm die «Stammgäste» aber einen höheren Getränkeumsatz beschert. Im Gegensatz zur Vorinstanz sprach das Obergericht den Beschuldigten vom Vorwurf des bandemässigen Handelns frei, dies weil zwischen den Beteiligten nur ein unbeständiger Zusammenhang geherrscht habe. Auf das Strafmass wirkte sich dies nicht aus, weil die Vorinstanz bereits im unteren Strafrahmen geblieben sei.

Verurteilt wurde der Wirt ferner, weil er nur einen Fünftel der Konsumationen buchhalterisch erfasst und zwei Bankkonti nicht deklariert hatte. Schuldig gesprochen worden war er vom Kriminalgericht auch wegen Verstössen gegen das Aufenthalts- und Niederlassungsrechtes; diesen Punkt hatte der Wirt aber akzeptiert und nicht beim Obergericht angefochten.

sda

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