DROGENHANDEL: In Asylzentrum wird mit Drogen gehandelt

Im Asylzentrum Sonnenhof wird gedealt. Nun wollen zwei SVP Politiker wissen, wie der Gemeinderat die Bevölkerung vor den Drogenhändlern schützen will.

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(Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

(Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

Die beiden Emmer SVP-Einwohnerräte Markus Greter und Werner Gloggner sind überzeugt, dass einzelne Bewohner des kantonalen Asylzentrums Sonnenhof in Drogendeals verwickelt sind.

In einer Interpellation verlangen sie jetzt vom Gemeinderat Auskunft darüber, wie dieser die Bevölkerung vor den Drogenhändlern schützen will. Greter: «Verschiedene Personen haben mich auf den Missstand hingewiesen. Ich selber war Zeuge eines mutmasslichen Deals und zwar auf dem Areal der WC-Anlage Sprengi.»

Caritas bestätigt Einzelfälle
Thomas Thali, Geschäftsleiter der Caritas Luzern, bestätigt die Problematik: «In der Vergangenheit waren wir im Sonnenhof mit einzelnen Fällen von Drogenhandel konfrontiert.» Von einer grundsätzlichen Drogenproblematik im Sonnenhof zu sprechen, so Thali, sei übertrieben. Er sagt: «Stellen wir aber Drogendelikte fest, schalten wir die Polizei ein.» Welche Auswirkungen hat ein Delikt auf das Asylverfahren? Dazu Thali: «Entscheidungen im Asylverfahren trifft das Amt für Migration. Caritas ist für die Betreuung der Asylsuchenden zuständig.»

Thomas Heer