Drogenszene ist jetzt in Kriens

Die Randständigen haben einen neuen Standort: den Salesia-Park in Kriens. Die Kantonsbehörden betonen, dass die Ansammlung dort nicht geduldet wird.

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Hier will die Gruppe von Randständigen mindestens bis zum Sommer bleiben: Im Salesia-Park in Kriens. (Bild Roberto Conciatori/Neue LZ)

Hier will die Gruppe von Randständigen mindestens bis zum Sommer bleiben: Im Salesia-Park in Kriens. (Bild Roberto Conciatori/Neue LZ)

Der Brennpunkt der offenen Luzerner Drogenszene hat sich verlagert. Bis zu dreissig Randständige versammeln sich jetzt am Stadtrand, im Gebiet Grosshof unter der Autobahnzufahrt. Ums Vögelgärtli machen sie einen Bogen. «Unter anderem haben sie Hängematten und Zelte mitgebracht», sagt der Luzerner Kantonsbaumeister Urs Mahlstein. Seine Dienststelle ist für die Verwaltung des Areals zuständig. Laut Mahlstein ist es nicht das erste Mal, dass sich Fixer dort versammeln.

Gruppe will bleiben
Die Repressionen im Vögeligärtli seien nicht mehr auszuhalten gewesen, sagt Walter Baumgartner, ein Vertreter der Gruppe von Randständigen. Die Polizei bestätigt, dass die Kontrollen in den letzten 14 Tagen «intensiviert» wurden und dass dies wohl zur Verlagerung nach Kriens beigetragen habe.

Während die Randständigen unbedingt im Salesia-Park an der Autobahn bleiben und mit dem Kanton an einen runden Tisch sitzen wollen, betont Urs Mahlstein, «dass diese Situation so nicht toleriert werden kann. Der Park befindet sich im Auf- und Abfahrbereich der Autobahn. Da haben wir ein Sicherheitsproblem.»
Polizeiliche Räumung?

Frist verstrichen
Am Mittwoch hat der Kanton den Randständigen eine Verfügung übergeben lassen, die sie anweist, den Park innert 24 Stunden zu verlassen. Diese Frist ist gestern verstrichen. «Eine polizeiliche Räumung des Parks ist nicht ausgeschlossen», sagt Urs Wigger, Mediensprecher der Kantonspolizei.

Urs Mahlstein glaubt daran, dass die Randständigen freiwillig abziehen. Heute Freitag werden der Kanton und die Kantonspolizei Luzern sich über die Situation und das weitere Vorgehen beraten.

Andreas Bättig und Michael Graber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung