DROGENSZENE KRIENS: «Unhaltbare, illegale Zustände»

Der Kanton soll die Drogenszene im Salesia-Park sofort räumen, verlangt die SVP. Wie es weitergeht, ist offen.

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Randständige wärmen sich im Salesia-Park an einem Feuer. (Bild Roberto Conciatori/Neue LZ)

Randständige wärmen sich im Salesia-Park an einem Feuer. (Bild Roberto Conciatori/Neue LZ)

Die Drogenszene ist vom Stadtluzerner Vögeligärtli nach Kriens in den Salesia-Park bei der Autobahn umgezogen. Das ruft jetzt in der Vorortsgemeinde die Politiker auf den Plan. In einem gestern eingereichten, dringlichen Vorstoss fordert die SVP Kriens rasches Handeln. Einwohnerrat Räto Camenisch verlangt vom Krienser Gemeinderat:

  • den Kanton ultimativ aufzufordern, den Park sofort räumen zu lassen,
  • alles in seiner Macht Stehende zu tun, um den illegalen und unhaltbaren Zuständen im Krienser Salesia-Park sofort Einhalt zu gebieten,
  • den Einwohnerrat über die getroffenen Massnahmen umgehend zu informieren.

Die SVP formuliert in ihrem Vorstoss das, was in Kriens derzeit Dorfgespräch ist: Die Anwohner in den Quartieren Grosshof und Kupferhammer fühlen sich verunsichert, ebenso die Buspassagiere. Auf der VBL-Linie 1 würden zwischen Luzern und Grosshof nicht nur Drogensüchtige, sondern auch Drogendealer verkehren, so die SVP. Offensichtlich werde im Areal Salesia-Park und Umgebung auch Drogenhandel betrieben. Die Aussage von dort verkehrenden Randständigen, wonach im Park nicht gefixt werde, bezeichnet die SVP als «reines Wunschdenken», das «an der Realität vorbei» gehe. Einwohnerrat Räto Camenisch sagt unmissverständlich: «Wir sind nicht bereit, die Drogenszene von Luzern zu übernehmen und damit unsere Bevölkerung zu gefährden. Diesen unhaltbaren und illegalen Zuständen muss sofort der Riegel geschoben werden.»

Jérôme Martinu

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.