DUMPINGPREISE: Es tricksen die Billig-Fahrlehrer

Eine Fahrstunde für nur 60 Franken lohnt sich für einen Fahrlehrer kaum. Verkehrsexperten verraten, wie die Preisdrücker dennoch zu ihrem Geld kommen.

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Eine Schülerin parkt das Auto auf eine Parkplatz in Sursee. (Themenbild Eveline Bachmann / Neue LZ)

Eine Schülerin parkt das Auto auf eine Parkplatz in Sursee. (Themenbild Eveline Bachmann / Neue LZ)

Laut Beat Stocker, Präsident der Fahrlehrer Zentralschweiz, gibt es Preisunterschiede von 60 bis 85 Franken für eine Fahrstunde. «Wenn man 85 Franken verlangt und alle Abzüge wegrechnet, bleiben am Schluss knapp 30 Franken.» Deshalb rät der Verband, für die Fahrstunde zwischen 80 und 85 Franken zu verlangen. «Wer für 60 Franken fährt, der muss schon gute Gründe haben. Auf Dauer wird so eine Lockvogeltaktik aber nicht aufgehen. Jeder qualitativ gute Fahrlehrer hat genügend Schüler und fährt demzufolge zum empfohlenen Verbandspreis.»

Auch Hansueli Bleiker, diplomierter Verkehrslehrer, Verkehrsfachmann, früher Fahrlehrer und Prüfungsexperte, kennt die Tricks der günstigen Fahrlehrer. «Meistens ist das ein Lockangebot derjenigen Fahrlehrer, die frisch anfangen», sagt Bleiker. Schliesslich würden die Schüler unter dem Strich oft gleich viel zahlen, wie jene Schüler mit teureren Fahrlehrern. Bleiker: «Die günstigen Fahrlehrer drücken oft einfach mehr Stunden rein.»

Andreas Bättig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.