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Durch Bise und Trockenheit erhöht sich die Waldbrandgefahr erheblich

Viel Sonne und kräftiger Biswind: In den letzten Wochen gab es nichts am Wetter auszusetzen. Der trockene Sommeranfang bringt aber nicht nur Vorteile, sondern auch Risiken. Die Waldbrandgefahr ist in vielen Gebieten der Zentralschweiz erheblich.
Roger Rüegger
So nicht! Feuer sollte derzeit nur in fest eingerichteten Grillstellen gemacht werden. (Bild: Urs Bucher)

So nicht! Feuer sollte derzeit nur in fest eingerichteten Grillstellen gemacht werden. (Bild: Urs Bucher)

Auf die starken Gewitter mit ungewöhnlich vielen Blitzen im Mai und Anfang Juni, folgte in der Zentralschweiz eine trockene Phase, die inzwischen seit zwei Wochen anhält. Das sind ideale Bedingungen für die vielen Fussballfans, die sich die Spiele im Freien ansehen, oder auch für jene Leute, die in der Natur eine Wurst am offenen Feuer bräteln wollen.

Weniger ideal ist dabei aber der Biswind, der analog zum schönen Wetter seit einigen Tagen auch durch die Zentralschweiz weht. Denn dieser bringt zusätzliche Trockenheit. Die Zentralschweizer Kantone haben am Donnerstag die Gefahrenstufe für Waldbrand um eine Stufe von «gering» auf «mässig» erhöht. Am Freitag haben weiter die Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden sowie Schwyz die Gefahr neu beurteilt und weiter nach oben auf «erheblich» angepasst. Das Bundesamt für Umwelt mahnt zu sorgfältigem Umgang mit Feuer im Wald und in Waldesnähe, beziehungsweise im Freien.

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Tendenziell auf Feuer verzichten

Urs Felder, Fachleiter Schutzwald beim Kanton Luzern, erklärt: «Durch den Biswind ist der Oberboden vielerorts stark ausgetrocknet. Derzeit besteht noch kein Feuerverbot, aber man muss das Bewusstsein haben, dass es an verschiedenen Orten derzeit heikel ist, ein Feuer zu entfachen.» Er rät, dass man tendenziell auf Feuer in der Nähe von Wäldern verzichtet, und dass man nie ein Feuer unbeaufsichtigt lässt. Urs Felder: «Wir appellieren an die Vernunft der Bevölkerung, dass derzeit nur auf fest eingerichteten Grillstellen Feuer entzündet wird, und dies mit der nötigen Vorsicht.»

Die Situation werde gemeinsam mit den anderen Zentralschweizer Kantonen sowie dem Kanton Glarus regelmässig analysiert und gegebenenfalls angepasst. Am Freitag werden laut Felder voraussichtlich auch die Kantone Uri, Schwyz, Zug, Nidwalden und Glarus die Gefahrenstufe heraufsetzen.

Temperaturen steigen - Hitzetag in Aussicht

Vorerst ist keine grosse Änderung der Wetterlage in Sicht, wie Heinz Maurer von Meteo Schweiz sagt. «Von Osten her erwarten wir ein schwaches Tief mit leichter Bewölkung. In der Zentralschweiz ist jedoch eher kein Regen zu erwarten.» Laut Meteorologe Maurer steigen die Temperaturen am Freitag auf 25 Grad. Es bleibe weiterhin trocken und sonnig. Am Samstag wird es 27 Grad warm und am Sonntag geht es in Richtung Hitzetag mit Temperaturen bis gegen 30 Grad.

Es ist denkbar, dass die Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen auch in weiteren Teilen der Schweiz nach oben korrigiert wird. Erhebliche Gefahr meldeten am Donnerstag vorerst nur die Kantone Bern, Tessin, Wallis, Graubünden und Solothurn. Am Freitagmittag waren es bereits elf Kantone.

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