Durchführung der schriftlichen Maturaprüfungen: Bürgerliche Parteien stützen den Kanton Luzern

Die CVP und die FDP befürworten den Entscheid der Luzerner Regierung, die schriftlichen Maturaprüfungen durchzuführen.

Fabienne Mühlemann
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Die schriftlichen Maturaprüfungen im Kanton Luzern sollen trotz Coronavirus stattfinden. Dafür gibt es Kritik von Seiten der Schüler, der Lehrer, aber auch von den linken Parteien SP, Grünen, Juso und Junge Grünen.

Anders sieht es die CVP. Sie unterstützt den Entscheid des Kantons. «Aus unserer Sicht ist es erstrebenswert, dass die Maturaprüfungen durchgeführt werden», sagt CVP-Fraktionschef Adrian Nussbaum. Die Maturanden hätten sich während sechs Jahren auf diese Prüfungen vorbereitet und sich ein breites Wissen angeeignet. «Wir vertreten die Meinung, dass der gymnasiale Abschluss mit einer durchgeführten Maturaprüfung eine höhere Legitimation hat als nur ein Abschlusszeugnis mit Erfahrungsnoten», sagt Nussbaum.

Die FDP hätte eine schweizweit harmonisierte Maturaprüfung begrüsst. Es sei aber nachvollziehbar, dass aufgrund der unterschiedlichen Betroffenheit durch Corona die Kantone selber die Form bestimmen können. Die Partei stütze den Entscheid der Luzerner Regierung. «Mit dem vorgeschlagenen räumlichen Konzept scheinen die Standorte einerseits die BAG-Vorgaben einhalten zu können. Andererseits wird der reibungslose Übergang zur Anschlusslösung auf der tertiären Stufe besser sichergestellt, als dies ohne Prüfungen der Fall wäre», so die FDP.

GLP wünscht sich klare Empfehlung

Die Grünliberalen fänden es «äusserst unbefriedigend, dass die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) keine klare Empfehlung abgegeben hat». Unglücklich sei ausserdem, dass sich die Schüler und Schülerinnen ab Mitte Mai zu den Maturaprüfungen treffen sollen, die weiterführenden Schulen gemäss Entscheid des Bundesrats aber erst am 8. Juni wieder öffnen dürfen. «Wir können deshalb die Forderungen der Maturanden nachvollziehen», sagt die GLP. Die Partei würde jedoch eine einheitliche Empfehlung der EDK unterstützen, unabhängig von der gewählten Lösung.

Die SVP stützt den Entscheid der Luzerner Regierung. «Offenbar sieht man kein Risiko bei der Durchführung der Maturaprüfungen. Es hätte uns nicht überrascht, wenn anders entschieden worden wäre. Trotzdem gilt es, diesen Entscheid zu respektieren.» Die Schutzmassnahmen seien jedoch rigoros einzuhalten.

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