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Durchgang für Fussgänger in der Stadt Luzern verschwindet

Bei der Postfiliale an der Zürichstrasse gibt es heute eine Passage zur Denkmalstrasse. Mit der Sanierung des Hauses wird diese bald aufgehoben. Im Quartier wird der Entscheid bedauert.
Beatrice Vogel
Die Passage an der Zürichstrasse 16: rechts der Eingang zur Post, links die Bar Edi’s Corner. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 3. Juli 2018))

Die Passage an der Zürichstrasse 16: rechts der Eingang zur Post, links die Bar Edi’s Corner. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 3. Juli 2018))

Das Gebäude an der Zürichstrasse 16, in dem sich die Postfiliale befindet, ist keine Augenweide. Auch weil es einige Jahre auf dem Buckel hat (erstellt 1980/81), will die Inhaberin, die PKG Pensionskasse Luzern, die dort ihren Sitz hat, die Liegenschaft totalsanieren. Am Dienstag erhielt sie die Baubewilligung.

«Die Fassade wird verschönert und geglättet, die unschönen ‹Löcher› im Erdgeschoss verschwinden, weil die Fassade überall bis zur Strasse vorgezogen wird», sagt Gerold Moser, Leiter Immobilien bei der PKG. Mit «Löcher» meint er die Einfahrt für Postlastwagen und die Tiefgarageneinfahrt. Die Tiefgarage wird mit einem Tor verschlossen und ist künftig nur noch für Mieter zugänglich, die Posteinfahrt wird nicht mehr benötigt.

«Es ist sicher ein Verlust»

Aufgehoben wird auch die Fussgängerpassage zur Denkmalstrasse. «Den Durchgang braucht es nicht mehr, da es im Suva-Gebäude ebenfalls eine Passage gibt und der Eingang zur Post ohnehin an die Zürichstrasse verlegt wird», so Moser. Zudem bestehe kein Wegrecht für den Durchgang. Dieser war einst auch für das Restaurant Wiederkehr wichtig, das aber schon seit längerer Zeit geschlossen ist.

Bedauert wird die Aufhebung der Passage beim Quartierverein Hochwacht. In der aktuellen «Hochwachtpost» wird dies als «einschneidend» bezeichnet. Auf Anfrage sagt Quartiervereinspräsident Marc-André Roth: «Es ist sicher ein Verlust.» Er selbst habe die Passerelle oft benutzt. Wie viele andere Personen es ihm gleich taten, wisse er allerdings nicht. Da wegen des fehlenden Wegrechts die rechtliche Situation klar sei, könne man dagegen nicht vorgehen. «Wir bedauern es, können aber damit leben», so Roths Fazit.

Grössere Wohnungen mit Loggias

Die PKG will Anfang 2019 mit der Sanierung starten. Dafür müssen alle Mieter bis November ausziehen. «Wir haben für die meisten gute Anschlusslösungen gefunden und keine Einsprachen auf die Kündigungen erhalten», sagt Gerold Moser. Heute gibt es im Haus viele 1,5-Zimmerwohnungen, künftig werden es zumeist 2,5- und 3,5-Zimmerwohnungen sein. Deshalb sei ein Preisvergleich nicht möglich, so Moser. Statt des Dachaufbaus entsteht ein Attikageschoss. «Wir vergrössern die Balkone zur Denkmalstrasse hin und ersetzen jene an der Zürichstrasse durch Loggias, auch aus lärmtechnischen Gründen.»

Die Büros der PKG werden nach der Sanierung in einem neuen eingeschossigen Hofgebäude untergebracht, dort wo heute das Restaurant, die Passage und der hintere Teil der Postfiliale sind. Dadurch können mehr Wohnungen gebaut werden, statt heute 55 sind es dann 66.

Besonders begrüsst Moser – und ebenso der Quartierverein –, dass die Post ihren Mietvertrag verlängert hat. Während der rund zweijährigen Bauzeit wird die Filiale in einem Provisorium an der Denkmalstrasse untergebracht.

Abgesehen vom Restaurant verschwindet auch die Bar Edi’s Corner. Dort wird künftig der Eingang zum Gebäude sein – an der Denkmalstrasse wird es keinen Eingang mehr geben.

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