Kommentar
Durchgangsbahnhof Luzern: Es braucht auch in der Bauzeit ein dichtes ÖV-Angebot

Die Arbeiten für den Durchgangsbahnhof werden zur grossen Herausforderung. Es gilt, ein Verkehrschaos möglichst zu vermeiden.

Stefan Dähler
Stefan Dähler
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So soll der Durchgangsbahnhof Luzern aussehen.

So soll der Durchgangsbahnhof Luzern aussehen.

Visualisierung: SBB

Der Luzerner Durchgangsbahnhof wird einen grossen Gewinn für unsere Region darstellen. Doch dieser muss zuvor hart erarbeitet werden. Das gilt zunächst für die politische Überzeugungsarbeit in Bundesbern, danach für die eigentlichen Bauarbeiten, die rund zehn Jahre dauern dürften. Einige Gleise sowie ein Teil des Bahnhofplatzes werden dann vorübergehend nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Folge: Es droht ein spürbar reduziertes ÖV-Angebot. Erschwerend kommt hinzu, dass mit dem Autobahnausbau Bypass ein weiteres Grossprojekt teilweise parallel realisiert wird.

Der Baustart für den Durchgangsbahnhof ist erst in rund zehn Jahren vorgesehen, die Planungen sind noch lange nicht abgeschlossen. Genauere Aussagen zum Umfang sowie zur Dauer der Einschränkungen sind daher noch nicht möglich. Klar ist, dass die Bauphase für die Verantwortlichen zur grossen Herausforderung und für die Passagiere zur Geduldsprobe wird. Das oberste Ziel muss dabei sein, das Bahnangebot so dicht wie möglich zu halten, um eine Überlastung der Strassen zu vermeiden.

Für ausfallende Verbindungen braucht es darum ein möglichst attraktives alternatives Busangebot. Damit sie nicht dauernd im Stau steckenbleiben, müssen Busse auf der Strasse konsequent bevorzugt werden, was allerdings nicht leicht umzusetzen ist. Aber sonst besteht die Gefahr, dass Leute aufs Auto umsteigen. Und das wäre das Gegenteil von dem, was man mit dem Durchgangsbahnhof erreichen will.

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