Dutzende Luxusvillen stehen zum Verkauf

Die Wirtschaftskrise wirkt sich auch auf Meggen, Weggis und Vitznau aus. Dort stehen diverse Luxusvillen zum Verkauf. Doch Käufer zu finden ist schwierig

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Blick auf eine Reihe schöner Häuser in Kanton Luzern (die allerdings bewohnt sind). Themenbild. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Blick auf eine Reihe schöner Häuser in Kanton Luzern (die allerdings bewohnt sind). Themenbild. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Eine Villa mit 10½ Zimmern, einer Wohnfläche von 458 Quadratmetern und einer 180-Grad-Panorama- und Seesicht. Dieses «absolut ruhige» Luxusobjekt in Meggen wird derzeit auf dem Immobilienportal www.homegate.ch angeboten – für stolze 7 Millionen Franken. Die Villa mit Baujahr 2012 ist nur eines von Dutzenden von Luxusobjekten, die derzeit in Meggen, Weggis und Vitznau zum Verkauf stehen. Einen Grund dafür sieht der Luzerner Immobilienexperte Bruno Sigrist in der Wirtschaftskrise. «Die Zeiten der Banker und Geschäftsleute, die noch vor fünf Jahren aus dem Vollen schöpfen konnten, sind vorbei.»

Zu hohe Verkaufspreise

Der Verkauf von Villen wird allerdings immer schwieriger. Vor allem aus drei Gründen. Erstens werden laut Sigrist viele Objekte zu teuer angeboten. Zweitens, so Robert Weinert, Manager bei der Immobilienberatungsfirma Wüest & Partner, steige die Nachfrage nach Luxusvillen nicht mehr so stark an wie in den vergangenen Jahren. Und drittens, so Weinert, sei das Angebot an teuren Häusern stark gestiegen.

Während in der Region Innerschwyz – zu der Wüest & Partner auch Weggis und Vitznau zählen – 2005 nur gerade 15 Prozent aller Wohnungsinserate Einfamilienhäuser mit einem Verkaufspreis von 1,6 Millionen Franken und mehr betrafen, betrug deren Anteil im Jahr 2012 bereits satte 54 Prozent.

Günstiger Wohnraum geplant

Weggis sra. Dass der Verkauf von Häusern im oberen Preissegment harzt, hat man auch bei der Gemeinde Weggis festgestellt. Deshalb will man nun Gegensteuer geben. Die Gemeinde will nun auf günstigen Wohnraum setzen, wofür im Rahmen der Ortsplanungsrevision vier Gebiete eingezont werden sollen, die je einen Anteil an günstigem Wohnraum beinhalten. «Diese Massnahme ist nötig, damit auch Einheimische noch in Weggis wohnen können», sagt Gemeindeammann Baptist Lottenbach.

Rahel Schnüriger

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