DV: CVP Luzern ist für den Reusswehrausbau

Die CVP Kanton Luzern befürwortet den Ausbau des Reusswehrs, über den am 1. Juni abgestimmt wird. Die Delegierten beschlossen das Ja am Donnerstag mit deutlichem Mehr. Die drei Vorlagen der eidgenössischen Abstimmung lehnten sie ab.

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Blick auf das Reusswehr; im Hintergrund die Spreuerbrücke. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Blick auf das Reusswehr; im Hintergrund die Spreuerbrücke. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Der Kanton Luzern wolle seine Verantwortung wahrnehmen und mit dem Ausbau zum Schutz von Leib und Leben vor Hochwasser beitragen, sagte CVP-Kantonsrat Markus Odermatt laut einer Mitteilung der CVP vom Freitag vor den Delegierten. Doch es gab auch kritische Voten.

Insbesondere wurde kritisiert, der Kanton verfüge über kein Gesamtkonzept für den Hochwasserschutz. Die Delegierten stimmten dem Ausbau des Wehrs mit 156 zu 21 Stimmen deutlich zu.

Klares Nein zu anderen Vorlagen
Die eidgenössischen Vorlagen lehnt die CVP Luzern ab. Mit 174 zu 16 Stimmen sagten die Delegierten Nein zum Verfassungsartikel zur Krankenversicherung. Das Nein zur Einbürgerungsinitiative wurde nach intensiver Diskussion mit 156 zu 32 Stimmen beschlossen. Die Maulkorbinitiative hatte bereits der Parteivorstand einstimmig verworfen.

Der Antrag eines Delegierten aus Rothenburg, Martin Schwegler nur noch als Vizepräsident zu wählen, blieb laut den Angaben im Communiqué der CVP chancenlos. Schwegler wurde mit einer Gegenstimme und unter anhaltendem Applaus für eine zweite Amtszeit gewählt.

Der Adligenswiler CVP-Kantonsrat Pius Zängerle ersetzt wie erwartet den zurückgetretenen Thomas Willi. Gabriela Hammer wurde als Vizepräsidentin bestätigt.

sda