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Dynamo Sempachersee: Die Zukunft des Grossanlasses ist noch ungewiss

Sechs Wochen sind seit dem Event Dynamo Sempachersee vergangen. Der Dachverein wartet mit einem Fazit zu.
Roseline Troxler
Auch das Luzerner Kantonsspital in Sursee hat am Dynamo Sempachersee mitgemacht. Hier wird Schülerinnen der Beruf Fachperson Operationstechnik vorgestellt. (Bild: Dominik Wunderli, 6. September 2019)

Auch das Luzerner Kantonsspital in Sursee hat am Dynamo Sempachersee mitgemacht. Hier wird Schülerinnen der Beruf Fachperson Operationstechnik vorgestellt. (Bild: Dominik Wunderli, 6. September 2019)

38'000 Besucher strömten vom 5. bis zum 8. September an den Anlass Dynamo Sempachersee. Zwischen Donnerstag und Sonntag gab es an zwölf Standorten über 100 Veranstaltungen zu entdecken.

Inzwischen haben mehrere Perlen – wie die Veranstaltungsorte genannt wurden – mit der Abrechnung begonnen und eine erste Bilanz gezogen. Eine Umfrage zeigt ein durchzogenes Bild. Mit einer schwarzen Null rechnet Désirée Varrone von Eich, wobei die Gemeinde einen grösseren Beitrag gesprochen habe. Mit der Besucherzahl ist die Gemeinderätin zufrieden. «Wir setzten vor allem auf die Eicher Bevölkerung. Das hat sich bewährt.» Der Seniorenmittagstisch oder die Jungbürgerfeier wurden ins Programm integriert. Désirée Varrone kann sich eine weitere Austragung – in einem gewissen Abstand gut vorstellen. «Die Region konnte sich genial präsentieren, der Spirit um den See war super.»

«Die Rückmeldungen waren durchweg positiv»

Von einer tollen Plattform und einem Imagegewinn spricht Lorenz Arbogast vom OK der Perle JardinSuisse Zentralschweiz, die sich in Neuenkirch befand. «Als kleine Perle hatten wir rund 3000 Besucher und wurden so förmlich überrollt. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv.» Unterschätzt habe man allerdings den Aufwand. Da sich der Gartenbranche die Schreiner- und Elektrobranche anschlossen, gab es schliesslich einen grösseren Koordinationsaufwand.

Lorenz Arbogast kann sich eine weitere Austragung vorstellen – allerdings nicht schon in drei Jahren. «Der Aufwand würde bei einer erneuten Durchführung deutlich kleiner, weil viele Konzepte bereits pfannenfertig vorliegen», unterstreicht er.

Etwas ernüchtert zeigt sich Reto Weibel, Projektleiter der Perle Schenkon. Auf Anfrage sagt er:

«Die Stimmung war zwar gut, die Zusammenarbeit mit dem Vorstand tipptopp. Aber wir haben mit deutlich mehr Besuchern gerechnet.»

Den geringeren Aufmarsch führt er auf das regnerische Wetter sowie den Ort der Perle zurück. «Zwar lag unsere Perle malerisch und Motto getreu am Sempachersee, aber zu weit weg von der Hop-on-Hop-off-Bushaltestelle. Zumal der Betrieb der Flosse wegen des schlechten Wetters teils eingestellt werden musste.» Besucher des Dynamo Sempachersee hätten in kurzer Zeit möglichst viel sehen wollen. «Gut möglich, dass sie deshalb unsere Perle ausliessen», vermutet der Gemeindeschreiber von Schenkon. «Aufwand und Ertrag stimmten für unsere Perle daher nicht. Finanziell rechne ich aber knapp mit einer schwarzen Null.» Er räumt allerdings ein, dass einiges an zusätzlicher Fronarbeit geleistet wurde. Nicht bekannt sind ihm ausserdem die Zahlen aus der Gastronomie, die ein Externer für die Perle Schenkon betrieben habe.

Gibt es einen Zustupf vom Dachverein?

Im Kontakt, dem Informationsmagazin der Gemeinde, schreibt Weibel: «Vielleicht unterstützt uns ja der Dachverein mit einem Zustupf? Gemäss Medienaussagen des OKs ist man mit der Besucheranzahl sehr zufrieden und hat die Vorgaben erreicht.» Die Gemeinde bezahle oft einen grossen Batzen in andere Kassen, führt er aus und meint, dass ja auch mal der umgekehrte Fall eintreffen könne. Auf Anfrage relativiert Reto Weibel: «Ich gehe nicht beim Dachverein anklopfen. Falls er jedoch ein Riesenplus schreibt, wäre ich schon dafür, dass man einen Teil auf gewisse Perlen abwälzt – insbesondere auf jene, die keinen Eintritt verlangen konnten.»

Für ein Fazit zu den Finanzen ist es laut Albert Vitali, Präsident des OKs und des Dachvereins, derzeit zu früh. «Wir warten noch auf einige Rechnungen, bevor wir die Schlussabrechnung machen können.» Ziel sei eine schwarze Null. Vitali meint: «So wie es bisher aussieht, sollten wir das erreichen.»

Über Zukunft wird am 5. November entschieden

Ob es eine weitere Austragung gibt, dazu will sich der erneut kandidierende Nationalrat der FDP auf Anfrage noch nicht äussern. «Aus Sicht des Dachvereins sind wir grundsätzlich zufrieden mit dem Anlass. Wir wollen aber zuerst bei den OKs die Feedbacks abholen. Am 5. November findet die Schlusssitzung statt und anschliessend wird das weitere Vorgehen bestimmt.»

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