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EBIKON: 12-jähriger Plakettengestalter hat «einfach mal drauflosgezeichnet»

Lionel Aregger ist der wohl weitherum jüngste Plakettenkünstler. Sein «Tambi» wird nun die Ebikoner Fasnacht so richtig in Schwung bringen.
Hugo Bischof
Der 12-jährige Lionel Aregger mit seinen Entwürfen für die diesjährige Ebikoner Fasnachtsplakette. (Bild: Nadia Schärli (Ebikon, 2. Februar 2018))

Der 12-jährige Lionel Aregger mit seinen Entwürfen für die diesjährige Ebikoner Fasnachtsplakette. (Bild: Nadia Schärli (Ebikon, 2. Februar 2018))

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Meist sind es gestandene, routinierte Künstler und Gestalter, welche die Sujets der Fasnachtsplaketten landauf, landab gestalten. Gross war deshalb die Überraschung, als der Rotsee-Zunftrat das Ergebnis des diesjährigen Fasnachtsplakettenwettbewerbs bekanntgab. Zum Sieger erkoren wurde nämlich der erst 12-jährige Lionel Aregger.

Der junge Ebikoner nahm erstmals an einem solchen Wettbewerb teil. «Ich habe nicht erwartet, dass ich gewinnen würde», erzählt er. Umso erfreuter sei er, dass sein Vorschlag der Jury am besten gefiel. Sein Entwurf, der nun die offizielle Ebikoner Fasnachtsplakette 2018 ziert, zeigt einen zügig daherschreitenden Tambourmajor («Tambi») mit Taktstock.

Vor vier, fünf Jahren «von der Fasnacht gepackt»

Lionel Aregger besucht die erste Klasse der Kantonsschule Luzern am Alpenquai. «Mein liebstes Fach ist Geschichte», sagt er. «Das ist voll spannend – schon in der Primarschule habe ich mich auf die Römer gefreut.» Als Studienrichtung visiert er aber etwas mit Natur und Technik an. Lionel spielt Handball beim BSV Borba Luzern. Als weitere Hobbys bezeichnet der Schüler Lesen, Skifahren, Velofahren, Fussballspielen und – natürlich – Zeichnen. Bisher hat er vor allem Comicfiguren, Wappen und Logos aufs Blatt gebracht. Irgendwann habe er dann begonnen, Ebikoner Fasnachtsplaketten­sujets nachzuzeichnen.

Und nun hat er also seine erste eigene Fasnachtsplakette kreiert. «Ich habe einfach mal drauflosgezeichnet», sagt er. Über verschiedene Skizzen habe sich schliesslich das Sujet mit dem «Tambi» ergeben: «Zunächst habe ich mit ganz feinen Strichen gezeichnet. Meine Mutter hat mir dann geraten, gerade, feste Striche zu machen, damit man die Figur besser erkennt.»

Lionel Aregger hat den Fasnachtsvirus wohl vererbt bekommen. Sein Vater war Rotsee-Zunftmeister 2014. Und in diesem Jahr, 2018, übt sein Onkel das ehrenvolle Amt aus. «Richtig gepackt hat mich die Fasnacht vor vier, fünf Jahren», erinnert sich Lionel. «Damals habe ich begriffen, worum es bei der Fasnacht geht, nämlich um das Vertreiben des Winters mit Guuggemusigen und düsteren Wagen.»

Seither geht Lionel, der noch einen jüngeren, ebenfalls fasnächtlich interessierten Bruder hat, stets mit einem eigenen Grend an die Fasnacht – 2014 als Pirat, 2015 als Chinese, 2016 als Fisch, 2017 als Wicht. Und jetzt, 2018? «Da bin ich Gandalf aus ‹Herr der Ringe›.»

Die von Lionel Aregger fantasievoll gestaltete Ebikoner Fasnachtsplakette soll an der diesjährigen Ebikoner Fasnacht nun von möglichst vielen Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern getragen werden. Kaufen kann man sie in vielen Geschäften und Institutionen in Ebikon. In Bronze kostet sie 7 Franken, in Silber 9 Franken und vergoldet 40 Franken.

Hinweis
Der von der Rotseezunft orga­nisierte Ebikoner Fasnachts- und Kinderumzug findet am Gü­disdienstag, 13. Februar, ab 13.30 Uhr statt.

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