EBIKON: Altersheim gerät erneut unter Beschuss

In den Alters- und Pflegeheimen in Ebikon gibt es zu viele Personalwechsel, sagen Angehörige. Darunter hätten vor allem die Bewohner zu leiden.

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Das Altersheim Höchweid in Ebikon. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Das Altersheim Höchweid in Ebikon. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Viele Ebikoner sind unzufrieden mit den Alters- und Pflegeheimen Ebikon. Eine Gruppe von Angehörigen einiger Bewohner der Heime versucht seit langem, auf die Missstände aufmerksam zu machen.

Kündigungen
Der Katalog an Vorwürfen ist lang. Es ist von chronischem Personalmangel die Rede und vom Fehlen von engagierten, fähigen Angestellten. Die Kosten stünden im Mittelpunkt und nicht die Heimbewohner.

In einem Brief an unsere Zeitung schreiben die Angehörigen: «Es stimmt etwas nicht in der Führung im Team. Die Fluktuation in den Heimen von Ebikon ist sehr hoch.» Das führe zu Unsicherheit und Unzufriedenheit bei den Pensionären. Die Pflegedienstleiterin habe im August nach 16 Monaten die Heime verlassen. Über ihren Weggang seien weder die Heimbewohner noch die Angehörigen informiert worden. Ihre Vorgängerin habe das Amt ebenfalls nach nur 15 Monaten niedergelegt.

«Keinerlei Wertschätzung»
Besonders stark wird Kritik an Heimleiter Martin B. Ludwig geübt, der die drei Heime Haus Höchweid, Haus Känzeli und Haus Sonnegärtli führt. «Es fehlt ihm der geeignete Umgang mit alten Menschen, und er zeigt keinerlei Wertschätzung gegenüber den Angestellten», sagt eine Frau, die ihren Namen nicht nennen möchte, weil sie Repressalien gegen eine mit ihr verwandte Person im Heim befürchtet.

Mehrere Briefe mit der Auflistung der Vorwürfe an die Heimleitung wie auch an den Gemeinderat Ebikon hätten keine Verbesserung gebracht. «Wir werden von den Behörden nicht ernst genommen», sagt sie. Darum hätten mehrere Personen ihre Angehörigen aus den Ebikoner Heimen genommen.

Chronische Probleme wegen Altlasten?
Der Konflikt um die Alters- und Pflegeheime in Ebikon ist ein Dauerbrenner. Vor Martin B. Ludwigs Eintritt vor drei Jahren steckten die Ebikoner Heime in einer tiefen Krise. Mittels eines Berichtes wurden im Jahr 2003 unter anderem fehlende oder veraltete Kontrollinstrumente, eine schlechte Planung, ungenügende Kommunikation, mangelnde Führungsphilosophie und Fehlbesetzungen beim Personal aufgedeckt.

Die noch immer vorhandene Unzufriedenheit von Betroffenen deutet darauf hin, dass die Ebikoner Heime diese Krise bis heute nicht endgültig überwunden haben. Tatsache ist, dass seit zwei Monaten der Posten der Pflegedienstleitung nicht mehr besetzt ist. Dies bestätigt Heimleiter Martin B. Ludwig. Die erhobenen Vorwürfe weist er aber zurück. «Die vorgeprägte Kritik ist mir bekannt», sagt er. Vieles davon sei auf Altlasten seiner Vorgängerin zurückzuführen.

Susanne Balli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.