EBIKON: Am Kinderumzug herrscht die Vielfalt

Barbarisch und göttlich, bunt und düster, vor allem aber abwechslungsreich war der Umzug in Ebikon - und gleich doppelt süss.

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Emerells Äbike sind an der Kinderfasnacht als Waldwichtel unterwegs. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Emerells Äbike sind an der Kinderfasnacht als Waldwichtel unterwegs. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Dem Rotsee-Zunftmeister Beat I. zu Ehren, Bäcker seines Zeichens, haben sich die Schützlinge der Kindergärten Feldmatt und Sagen ganz besonders ins Zeug gelegt. Richtig süsse Grende hatten sie gebastelt: Fein gestaltete mehrstöckige Torten trugen die Kinder auf ihren Köpfen. Herzig waren aber auch die Kinder, die bei den Guuggenmusigen mitliefen. Stolz haben da schon die Kleinsten in bunten Kostümen getrommelt und getutet.

Viele Familiensujets
300 Kinder waren unter den rund 1400 Umzüglern – entsprechend bunt war der Zug, zum Beispiel mit vielen Clowns (Kindermaskenbasteln der Rotseezunft) oder Vogelscheuchen (Kindergarte Dorfhalde Bueri). Richtig farbig gings auch am Strassenrand zu. Viele Eltern und Kinder fielen mit ihren Familiensujets auf, sei es als Raubkatzen-Herde, als Willy Wonkas aus der Schokoladenfabrik oder als düstere Hexenzirkel.

Staunend verfolgten nicht nur die Kinder den Umzug. Beeindruckend kamen auch die Rätsch-Häxe Äbike als Götter auf dem Olymp daher. Ebenso die Rüssgusler und Cambrias als Drachen und Drachenjäger oder die Träumeler-Musig Äbike, die als Barbaren durch Ebikon zogen. Erleuchtend das Sujet der Rotsee-Husaren mit ihrem Beitrag zum Plan Lumière.

Auch der Männerchor Äbike wurde politisch und wartete mit einem Fusions-Streitwagen auf: Gemeindepräsident Josef Burri als Imperator obenauf trieb die versammelten Rontal-Gemeinden vor sich her. Aber (nicht nur) die «alte Dame» Dierikon zierte sich: «In mim Alter no hürate?»

Silvia Weigel