Ebikon bleibt auf Fusionskurs

Der Gemeinderat von Ebikon steht einer Fusion der Stadt mit den Agglomerationsgemeinden weiterhin positiv gegenüber. Er möchte deshalb Verhandlungen zu einem Fusionsvertrag aufnehmen.

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Die Gemeindepräsidenten stellten den Schlussberichts zur «Starken Stadtregion» Ende März vor (von links): Thomas Willi (Emmen), Ursi Burkart-Merz (Adligenswil), Josef Burri (Ebikon), Hélene Meyer-Jenni (Kriens) und Urs W. Studer (Luzern). (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Die Gemeindepräsidenten stellten den Schlussberichts zur «Starken Stadtregion» Ende März vor (von links): Thomas Willi (Emmen), Ursi Burkart-Merz (Adligenswil), Josef Burri (Ebikon), Hélene Meyer-Jenni (Kriens) und Urs W. Studer (Luzern). (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Am Projekt «Starke Stadtregion Luzern» sind neben der Stadt die Gemeinden Adligenswil, Ebikon, Emmen und Kriens beteiligt. Nach ersten Grundlagenarbeiten sollen nun im November die Stimmberechtigten entscheiden, wie es weiter gehtDer Gemeinderat von Ebikon teilte am Mittwoch mit, er sehe in der Fusion eine Möglichkeit, um als Region gut für die Zukunft gerüstet zu sein. Es sei längst eine Tatsache, dass die aktuellen politischen Grenzen nicht mehr jene des Alltags seien.

«Position der Stärke»

Der Gemeinderat betont, dass Ebikon die Fusionsverhandlungen aus der Position der Stärke antreten könnte und nicht aus einer Notlage heraus dazu gezwungen sei. Trotz der guten Ausgangslage zeige sich aber, dass viele Aufgaben, etwa Raumplanung, Verkehr oder Altersbetreuung, nicht mehr im Alleingang bewältigt werden könnten. Der Gemeinderat ist auch überzeugt, dass die Region als Ganzes gewinnen würde. Warte die Agglomeration zu, drohe sie gegenüber anderen Grossräumen der Schweiz ins Hintertreffen.

Der Gemeinderat beantragt deshalb den Stimmberechtigten, Fusionsverhandlungen zuzustimmen. Wenn in drei bis vier Jahren die Details vorlägen, könnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den endgültigen Entscheid treffen.

«Starke Stadtregion» im Gegenwind

Das Projekt «Starke Stadtregion» geriet in den letzten Wochen in den Gegenwind. Der Gemeinderat von Adligenswil möchte aus dem Projekt aussteigen, weil er in einem Alleingang die besten Entwicklungschancen sieht. In Emmen trat das Parlament auf die Bremse, weil noch nicht klar ist, mit wie viel Geld der Kanton die Fusion unterstützen wird. Die Haltung des Krienser Gemeinderates ist noch nicht bekannt.

sda/rem