EBIKON: Busbahnhöfe sind in Gefahr

Die Regierung will beim öffentlichen Verkehr in drei Jahren 12,3 Millionen Franken sparen. Eine Lösung der Verkehrsprobleme würde in die Ferne rücken.

Lena Berger
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Der Bahnhof Ebikon wird wohl doch noch eine Weile aussehen wie bisher. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ (Archiv))

Der Bahnhof Ebikon wird wohl doch noch eine Weile aussehen wie bisher. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ (Archiv))

Am Bahnhof Ebikon wird ein neuer Umsteigeknoten für Busse gebaut. Künftig soll die Linie 18 von Littau direkt hierher führen, und auch die Linien 22/23 sollen hier enden – Passagiere können dann bequem auf die S-Bahn oder auf den modernen weissen R-Bus umsteigen. Dieser brächte sie 10 Prozent schneller in die Stadt als ein herkömmlicher Bus.

Was bereits 2018 hätte Realität werden sollen, droht nun allerdings für längere Zeit, Zukunftsmusik zu bleiben. Denn seit letztem Freitag ist klar: Die Luzerner Regierung will die Investitionsausgaben für den öffentlichen Verkehr bis 2017 auf sechs Millionen plafonieren. Geplante Projekte – wie die Verlängerung der Buslinie 1 oder der erwähnte Bau der neuen Busperrons – würden für ein bis zwei Jahre verschoben.

Doch damit nicht genug. Gemäss Christoph Zurflüh, Sprecher des Verkehrsverbundes Luzern (VVL), hätten die Sparmassnahmen weitere massive Konsequenzen auf das ÖV-Angebot.