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EBIKON: Der Ruf nach einer Hundewiese wird lauter

Der Sportplatz Risch ist für Hunde momentan noch tabu. Hundehalter wollen deshalb eine Petition einreichen und rufen zum runden Tisch auf. Sie fordern eine Lösung, «die für alle stimmt».
Sandra Monika Ziegler
Hündin Aventia bei der Hundeausbildung. (Archivbild: Alexandra Wey)

Hündin Aventia bei der Hundeausbildung. (Archivbild: Alexandra Wey)

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

Letzten Sommer stellte Ebikon beim Sportplatz Risch eine Hundeverbotstafel auf, die in der Gemeinde für Ärger sorgte (Ausgabe vom 5. Juli 2016). Denn damit ist den Hundehaltern das Betreten der ganzen Sport-, Spiel- und Freizeitanlage Risch mit ihren Hunden verboten. Gerechtfertigt wurde das Verbot mit der kantonalen Verordnung über das Halten von Hunden, laut der «das Mitführen oder Laufenlassen von Hunden in Friedhöfen, Badeanstalten, Spitalanlagen, auf Kinderspielplätzen, Pausenplätzen von Schulhausanlagen und Spiel- und Sportfeldern verboten» ist.

Eine grenzübergreifende Lösung ist erwünscht

Während sich in der Stadt Luzern mit der IG Hundewiese eine kompakte und gut organisierte Gruppe mit den Behörden aktiv auseinandersetzt, tröpfeln in Ebikon Einzelinitiativen ein – wie die geplante Petition: So habe der Gemeinderat den Petitionsentwurf bereits erhalten, sagt Fred Dätwyler, Aktivist und selber Hundebesitzer. Für ihn ist klar, dass die Kräfte gebündelt werden müssen. Untätig seien sie aber nicht gewesen, auch ein Gespräch auf der Gemeinde habe bereits stattgefunden. Für den 8. Mai wurde ausserdem eine Versammlung einberufen. An diesem Termin wird laut Dätwyler die geplante Petition und das Unterschriftensammeln organisiert. Zudem werde erörtert, ob es nicht auch sinnvoll sei, einen Verein zu gründen, um ihrem Begehren nach einer Freilaufzone mehr Nachdruck zu verleihen, so Dätwyler weiter.

Zur aktuellen Lage sagt Gemeinderat Hans Peter Bienz (parteilos), Ressort Planung und Bau: «Wir arbeiten eng mit der Stadt Luzern zusammen. Und prüfen zurzeit, ob sich auch in unserer Gemeinde eine Hundewiese realisieren lässt.» Das Thema sei erkannt und eine «grenzübergreifende» Lösung erwünscht. Als prioritäre Aufgabe sieht es die Gemeinde jedoch nicht, solange sich die Hundehalter nicht organisiert haben. Dies sei auch der Grund, warum noch kein «festes Szenario» bestehe. Denn dazu fehlten die klar formulierten Bedürfnisse, so Bienz weiter. Die Gemeinde zeigt sich aber kooperativ. «Wir sind offen für Ideen und auch Vorschläge für geeignete Grundstücke», sagt Bienz. Diese könnten auch in Privatbesitz sein. Die Gemeinde könne sich auch vorstellen, dass der Verein eine Wiese evaluieren und diese in Eigenregie unterhalten würde. «Einige haben grosse Erwartungen an uns. Klar formulierte Bedürfnisse liegen uns jedoch keine vor. Wir kennen noch kein Betriebskonzept.» Zudem sei es ein Trugschluss, wenn man glaube, dass mit der Hundesteuer auch genügend Geld für das Erstellen einer «Hundeinfrastruktur» vorhanden sei, so Hans Peter Bienz.

Hundesteuer deckt Entsorgungsaufwand

In der Gemeinde Ebikon hat es 480 Hundehalter, von denen rund 50000 Franken an Steuern eingenommen werden. «Die Hundesteuer geht nach dem Verursacherprinzip. Das ist kostendeckend für den Aufwand, den die Gemeinde hat», erklärt der Gemeinderat. Und der Aufwand sieht so aus: Ebikon stellt pro Jahr 300000 Säcke für den Hundekot zur Verfügung. Ein Mann räumt dreimal die Woche während eines Arbeitstags den öffentlichen Kehricht, wovon ein Drittel Hundekot ist.

Einen Disput wie in der Stadt Luzern wird in Ebikon indes nicht erwartet. Auch gebe es bislang keine Gegner einer Hundewiese. Dies wohl auch deshalb, weil noch keine konkrete Grünfläche zur Diskussion stehe, so Bienz. Er ist selber Hundehalter und meint, dass es genügend Grünflächen ohne Leinenpflicht gibt.

Dem widerspricht Dätwyler nicht, er hat jedoch Bedenken: «Entlang der Ron ist es gefährlich für das Tier, weil die Gleise meist nicht durch einen Hag abgesichert sind.» An andere Flächen grenze ausserdem überall der Wald, und dort sei bekanntlich Leinenpflicht.

Hinweis

Infos unter: www.hundeverbot.ch

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