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EBIKON: Gemeinderat: Bis jetzt ist nur die FDP im Rennen

Ruedi Mazenauer soll für die FDP den Sitz des zurückgetretenen Gemeinderats Ruedi Kaufmann verteidigen. Die anderen Parteien halten sich noch zurück. Eine stille Wahl ist nicht ausgeschlossen.
Stefan Dähler
Ruedi Mazenauer (FDP) kandidiert für den Ebikoner Gemeinderat. (Bild: PD)

Ruedi Mazenauer (FDP) kandidiert für den Ebikoner Gemeinderat. (Bild: PD)

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

Noch ist es ruhig in Sachen Ersatzwahl für den Ebikoner Gemeinderat. Doch viel Zeit bleibt nicht mehr. Am 15. Januar endet die Eingabefrist für mögliche Kandidaten, die Ersatzwahl ist auf den 4. März 2018 angesetzt.

Diese ist nötig, weil Ruedi Kaufmann (FDP, Ressort Bildung) zurückgetreten ist. Klar ist bisher erst, dass dessen Partei den Gemeinderatssitz verteidigen will. Der FDP-Vorstand schickt Ruedi Mazenauer (48) ins Rennen. Die offizielle Nomination erfolgt am 11. Januar an der Parteiversammlung.

SP anerkennt «Sitzanspruch der FDP»

Dagegen hält sich die SP, die bei den Wahlen 2016 ihren Sitz verloren hat, zurück. «Im Sinne des Proporzes anerkennen wir den Sitzanspruch der FDP», sagt ­SP-Präsidentin Melanie Landolt Strebel. Man wolle aber noch abwarten, ob sich weitere Personen zur Wahl stellen. Noch nicht entschieden hat sich die SVP, die derzeit ebenfalls nicht im Gemeinderat vertreten ist. Für CVP, GLP und Grüne ist eine Kandidatur derzeit kein Thema, wie es jeweils auf Anfrage heisst. Es könnte also zu einer stillen Wahl kommen.

Die Chancen stehen daher gut für Ruedi Mazenauer. Wie tickt der bisher einzige Gemeinderatskandidat? Er ist aktuell Mitglied der Planungs-, Umwelt- und Energiekommission. Ausserdem hat er sich 2012 für die Rettung des «Rontalers» engagiert, ist seit 2014 aber nicht mehr an der Lokalzeitung beteiligt. Derzeit ist Mazenauer als Unternehmer tätig, seine Firma «Dein Büro» mit Sitz in Ebikon unterstützt andere Firmen bei administrativen Arbeiten. Zuvor arbeitete der zweifache Vater als stellvertretender Geschäftsführer bei einem Bestattungsunternehmen.

«Ich bin der Meinung, dass sich Ebikon entwickeln muss, und würde gerne meinen Teil dazu beitragen», sagt Mazenauer über seine Motivation. So stünden mit der Einführung des Lehrplans 21, dem zunehmenden Verkehr und den stetigen Defiziten grosse ­Herausforderungen an. «Das Ziel ist, für Neuzuzüger – Private und Firmen – attraktiv zu sein.» Er sieht sich als Brückenbauer. «Jede Partei hat ihre Daseinsberechtigung, man muss die verschiedenen Interessen berücksichtigen und so nach Kompromissen ­suchen.» Ein Wunschressort hat er nicht. «Frei wäre derzeit die Bildung, doch es kann zu Rochaden kommen. Da bin ich offen.»

«Es ist nötig, dass Leute auf den ÖV umsteigen»

Seine politische Position innerhalb der FDP verortet er «sicher nicht am rechten Rand». «Das Gewerbe ist wichtig, da es Arbeitsplätze schafft. Doch es braucht – vor allem beim verdichteten Bauen – auch gute Freizeitangebote und Freiräume für ­Jugendliche. Diese dürfen auch etwas kosten.» Weiter befürwortet Mazenauer den Bushub und die Verlängerung der Buslinie 1. «Der ÖV hat in Zukunft einen wichtigeren Stellenwert. Um die Verkehrsprobleme zu lösen, ist es nötig, dass vermehrt Leute vom Auto auf den ÖV umsteigen.»

Als Gemeinderat würde er aufgrund des Geschäftsführer-Modells in einem 30-Prozent-Pensum angestellt sein. Das ­Modell hat in der Vergangenheit für viele Diskussionen gesorgt. «Dieses ist beschlossen, daran muss man jetzt nicht mehr rütteln», sagt Mazenauer dazu. «Es ist auch durchaus richtig, dass sich der Gemeinderat nicht mehr mit operativen Fragen auseinandersetzen muss.» Die politische Kultur in Ebikon bezeichnet er als intakt. «Der Austausch zwischen den Kommissionen und dem ­Gemeinderat funktioniert.»

Mazenauer ist in Sargans SG aufgewachsen und wohnt seit 15 Jahren in Ebikon. Die Gemeinde hat sich seither stark verändert, ist städtischer geworden. Wie steht er dazu? «Man kann die Entwicklung nicht aufhalten. Wir müssen lernen, damit umzugehen.» Das augenfälligste Beispiel für die Veränderungen ist die im November eröffnete Mall of Switzerland. Diese hat er bereits besucht, regelmässig ist er aber nicht dort. «Ich bin nicht der grosse Einkäufer.»

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