EBIKON: Heilpraktikerschule Luzern schiesst späte Staatsbeiträge vor

Ausbildungsbeiträge erst nach der Berufsprüfung: Mit dieser Situation sind Heilpraktiker in Ausbildung konfrontiert. Die Heilpraktikerschule Luzern springt deshalb für eine finanzielle Überbrückung in die Bresche.

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Peter von Blarer (links), Ulrike von Blarer Zalokar und Hein Zalokar von der Heilpraktikerschule Luzern. (Bild: obs/Heilpraktikerschule HPS GmbH/Maya Joerg)

Peter von Blarer (links), Ulrike von Blarer Zalokar und Hein Zalokar von der Heilpraktikerschule Luzern. (Bild: obs/Heilpraktikerschule HPS GmbH/Maya Joerg)

Momentan bezahlen die Kantone Beiträge an Naturheilkunde-Ausbildungen. «Die kantonalen Beiträge sind äusserst vorteilhaft, denn sie werden kontinuierlich ausbezahlt», sagt Hein Zalokar von der Heilpraktikerschule Luzern. Ab kommenden Sommer werden die Beiträge aber unabhängig vom Wohnkanton ausbezahlt und vom Bund übernommen. Die Beiträge werden dann neu erst zwei Jahre nach der Ausbildung, zum Zeitpunkt der Höheren Fachprüfung ausbezahlt.

Die Ausbildung zum Naturheilpraktiker dauert grundsätzlich drei bis vier Jahre. Für ein eidgenössisches Diplom werden aber anschliessend zwei Jahre Berufserfahrung gefordert. «So kommt es zur unbefriedigenden Lösung, dass die Beiträge frühestens fünf bis sechs Jahre nach Ausbildungsstart ausbezahlt werden», sagt Peter von Blarer, Mitglied der Schulleitung der Heilpraktikerschule Luzern. Aus diesem Grund werde die Heilpraktikerschule Luzern selbst die Vorfinanzierung von bis zu 40 Prozent der Ausbildungskosten übernehmen. Dieses Darlehen sei dann innerhalb von sechs Jahren zinsfrei zurückzubezahlen.

red