EBIKON: Investor will gross einsteigen

Seit Jahren schleppt sich die Planung des Einkaufszentrums in Ebikon dahin. Nun hat zumindest ein Geld­- geber zugesagt.

Nelly Keune und Bernard Marks
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Bild: PD

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Seit 2011 sucht der Immobilienentwickler Halter aus Zürich Investoren und Mieter für das geplante Einkaufszentrum mit einem Kino, Wohnungen, Büros und möglicherweise sogar einem Freizeitbad. Insgesamt 500 Millionen soll das Grossprojekt in Ebikon kosten, das früher noch Ebisquare hiess und heute den Namen Mall of Switzerland trägt. Eigentlich soll in diesem Jahr der Bau des Einkaufzentrums beginnen, doch bisher fehlte noch ein solventer Investor. Den hat die Halter AG nun gefunden, wie Mediensprecherin Sandra Wetzel auf Anfrage bestätigte.

Investor mit deutschen Wurzeln

Die Freo-Gruppe mit Sitz in Luxemburg und Wurzeln in Deutschland hat bereits einen Vertrag unterzeichnet. Zur Rechtsgültigkeit müssen aber noch zwei wesentliche Faktoren erfüllt werden: ein Vermietungsstand von mindestens 50 Prozent sowie eine rechtskräftige Baubewilligung. Derzeit liegt der Vermietungsstand bei knapp über 40 Prozent. Die Rechtskraft der Baubewilligung ist vom Entscheid des Bundesgerichts zur Einsprache des Zürcher Unternehmens A&A Immobilien abhängig, dem eine Nachbarliegenschaft gehört. Trotzdem ist man bei Halter guter Dinge: «Generell können wir bekräftigen, dass das Projekt Mall of Switzerland gut unterwegs ist: Wir gehen davon aus, dass der Shoppingbereich 2016 und ein halbes Jahr später der Freizeitbereich eröffnet werden kann», sagt Sandra Wetzel. Hauptmieter des Einkaufzentrums ist der Detaillist Coop, der mit Supermarkt, Bau + Hobby sowie seinen Unternehmenstöchtern wie Fust, The Body Shop, Interdiscount oder Import Parfumerie einziehen wird. Ebenfalls Ladenfläche gesichert haben sich Modegeschäfte wie Schild, Zara und Bershka.

Die Lichthalle von unten. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
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Der gleiche Raum von oben (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Die Testkunden verpflegen sich im McDonald's. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Arbeiter beim Zusammenbau. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Die Testkunden in der Lichthalle. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Testkunden warten vor dem Eingang der Mall auf Einlass. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Die Arbeiten sind noch in vollem Gang. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Eine interaktive Umkleidekabine. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Von oben dringt viel Licht in den Raum. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Die Testkunden lassen sich informieren. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Blick in ein Geschäft, das sich noch im Bau befindet. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Die Testkunden füllen einen Fragebogen aus. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Blick ins Schaufenster des Geschäfts Bayard (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Eine Kundin im Atrium. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Noch ist nicht alles fertig gestellt. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Hier gibts vorallem Burger (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Die Arbeiten sind noch in vollem Gang. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017)
Blick auf die Mall of Switzerland. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))
Medenvertreter lassen sich durch die Baustelle führen. (Bild: Nadia Schärli/LZ)
Bereits gut sichtbar: Ästhetik der Rolltreppen. (Bild: Nadia Schärli/LZ)
An diesem Gebäude entsteht noch die Aussenhaut. (Bild: Nadia Schärli/LZ)
Elektromonteure sind am Werk. (Bild: Nadia Schärli/LZ)
Ein Pneukran hievt ein Materialpaket vom Dach. (Bild: Nadia Schärli/LZ)
Blick von oben auf die offene Publikumszone. (Bild: Nadia Schärli/LZ)
Keine Sammlung Faltkartons, sondern eine Deckenleuchte (Bild: Nadia Schärli/LZ)
Die Wölbung ist der Eingang: Ein Arbeiter in der Hebebühne bei der Montage. (Bild: Nadia Schärli/LZ)
Vom Nachbarn geliefert: Rolltreppen von Schindler, noch im Montagestadium. (Bild: Nadia Schärli/LZ)
Abgedeckte Ronellen: Man darf rätseln, was das werden wird. (Bild: Nadia Schärli/LZ)
Zwischen den Fassaden gibt es noch einiges zu tun. (Bild: Nadia Schärli/LZ)
Blick auf die Mall of Switzerland mit dem Freizeitcenter (links), dem Shopping-Komplex (und dem Parkhaus (rechts). (Bild: René Meier (Ebikon, 30. April 2017))
Ein Blick in den Innenbereich des noch zumeist im Rohbau stehenden zweitgrössten Shoppingcenter Mall of Switzerland am 29. März 2017. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)
Im Hintergrund ein eingekleidetes Wohnhaus, welches ebenfalls zur Anlage gehört. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)
Rolltreppen und Geländer sind fix montiert, jetzt folgen die Detailarbeiten. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)
Eine Glasfassade verbindet die «Mall» (links) mit dem Parkhaus. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)
Arbeiten an der Aussenfassade: Nun wird noch eine Folie aufgezogen. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)
Ein Blick in den Innenbereich am 29. März 2017 (Bild: Urs Flüeler / Keystone)
Mitarbeiter bei Kontrollarbeiten am Dach. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)
Die Ein- und Ausfahrtsstrasse des Parkhauses (Bild: Urs Flüeler / Keystone)
30. August 2016: Viel Licht dringt durch das Dach in den Innenbereich. (Bild: Pius Amrein)
17. Februar 2016: Ein Blick in die Baustelle der «Mall of Switzerland» in Ebikon. (Bild: Keystone)
17. Februar 2016: Ein Blick in die Baustelle der «Mall of Switzerland» in Ebikon. (Bild: Keystone)
17. Februar 2016: Ein Blick in die Baustelle der «Mall of Switzerland» in Ebikon. (Bild: Keystone)
4. August 2016: Luftaufnahme von der «Mall of Switzerland». (Bild: René Meier)
4. August 2016: Luftaufnahme von der «Mall of Switzerland». (Bild: René Meier)
4. August 2016: Luftaufnahme von der «Mall of Switzerland». (Bild: René Meier)
17. Februar 2016: Ein Blick in die Baustelle der «Mall of Switzerland» in Ebikon. (Bild: Keystone)
17. Februar 2016: Ein Blick in die Baustelle der «Mall of Switzerland» in Ebikon. (Bild: Keystone)
17. Februar 2016: Ein Blick in die Baustelle der «Mall of Switzerland» in Ebikon. (Bild: Keystone)
Baustellen-Besichtigung am 15. Januar 2016: Mit dem Bau der Mall of Switzerland» sind die Verantwortlichen dem Zeitplan leicht voraus. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
15. Januar 2016: Der Freizeitbereich. Hier sollen ein Kino und eine Wasserwelle entstehen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
17. Februar 2016: Ein Blick in die Baustelle der «Mall of Switzerland» in Ebikon. (Bild: Keystone)
Hier entsteht der Haupteingang (15. Januar 2016). (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Restaurantbereich (15. Januar 2016). (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Im Bild: Das Dachgeschoss am 15. Januar 2016. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
15. Januar 2016: Der Eingangsbereich der «Mall of Switzerland» in Ebikon. Hier sollen die Besucher dereinst vom Parkhaus aus das Center betreten. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Die Decke wird gestützt (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Mit schwerem Gerät wurden im November die ersten Deckenelemente auf der Fahrspur Richtung Ebikon montiert. (Bild: PD)
Direkt über der Fahrbahn des Rontal-Zubringers entsteht das Parkhaus. (Bild: PD)
Die «Mall of Switzerland» im Massstab 1:100. (Bild: PD)
Mit 2,5 Metern Länge und über 300 Kilogramm Gewicht hat das Modell die Dimensionen eines Konzertflügels. (Bild: PD)
Auf Knopfdruck lassen sich das Dach und die einzelnen Etagen in die Höhe fahren, um Einblick in das Innenleben der Mall zu geben. (Bild: PD)
Blick auf die Baustelle am 17. Juli 2015, rechts Buchrain, hinten Schindler. (Bild: René Meier)
7. Juli 2015 (Bild: PD)
4. Oktober 2014: Auf dem Gelände der Mall of Switzerland fahren die ersten Baumaschinen auf. (Bild: René Meier)
11. Juni 2014: Grundsteinlegung der Mall of Switzerland mit einer theatralischen Darbietung. (Bild: Pius Amrein)
Hier neben dem Quartier Fildern in Ebikon (links) und dem Schindler (oben) entsteht die Mall of Switzerland. Bild von September 2013. (Bild: René Meier)
So soll das Verkehrskonzept der Mall of Switzerland dereinst aussehen. (Bild: Grafik: web; Quelle: Freo Switzerland AG)
Bild: PD
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140 Geschäfte sind in der Mall of Switzerland in Ebikon geplant. (Bild: PD)
Swiss Shops vor der Mall (Bild: PD)
Die Mall of Switzerland aus der Vogelperspektive (Bild: PD)
Lounge (Bild: PD)
Essensstände (Bild: PD)
In der «La Strada» positionieren sich die Premium- und Lifestyle-Marken aus den Branchen Fashion und Schuhe, Beauty, Schmuck, Uhren und Accessoires. (Bild: Visualisierung: PD)
Blick in die Mall of Switzerland (Bild: PD)
Eingang am Ebisquare (Bild: PD)

Die Lichthalle von unten. (Bild: Boris Bürgisser (Ebikon, 18. Oktober 2017))

Neu in der Schweiz

Die Freo-Gruppe ist ein unabhängiger, auf Immobilien spezialisierter Fondsmanager und Projektentwickler. Das Private-Equity-Unternehmen ist auf den Erwerb und die Entwicklung von Gewerbeimmobilien in Deutschland spezialisiert und verwaltet für ihre Fonds Immobilien mit einem Investitionsvolumen von über 1,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen hat viele Projekte im Stadtzentrum von Berlin, aber auch in Frankfurt realisiert. Die Firma wurde 2002 vom Deutschen Matthias Luecker gegründet. Sein Ziel: die Freo-Gruppe zu einem der führenden Pri­vate-Equity-Häuser in Europa aufzubauen.

Bisher hat das Unternehmen nur Projekte in Deutschland und eines in Paris entwickelt, zur Motivation für den Schritt in die Schweiz wollten sich die Vertreter von Freo nicht äussern. «Wir agieren ausschliesslich in Märkten, in denen wir uns bestens auskennen. Wir investieren nur in Projekte mit überdurchschnittlichem Wertentwicklungspotenzial, ohne ein unverhältnis­mässiges Risiko einzugehen», heisst es bei Freo.

Bleibt zu hoffen, dass der Investor nicht wieder abspringt, denn das wäre nicht das erste Mal. Zuerst plante der Lifthersteller Schindler auf dem firmeneigenen, 80 000 Quadratmeter grossen Grundstück ein Einkaufszentrum mit Kinos, Wohnungen, Büros und Freizeitbad. Als Investor für das 500-Millionen-Projekt war der französische Shopping-Center-Gigant L.S.G.I. vorgesehen. Als dieser sich 2009 zurückzog, sprang auch der Hauptmieter Parkresort Rheinfelden ab. Danach sprang dann die Halter AG ein und lancierte das Projekt neu unter dem Namen «Mall of Switzerland».