EBIKON: Kopftuch - Basketballerin geht vor Gericht

Mit dem grünen Nationalrat Daniel Vischer als Anwalt sucht die Ebikoner Basketballerin Sura Al-Shawk den Prozess: Die Muslimin will bei Spielen ein Kopftuch tragen dürfen.

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Sura Al-Shawk, Basketballerin beim STV Luzern. (Bild Boris Bür­gisser/Neue LZ)

Sura Al-Shawk, Basketballerin beim STV Luzern. (Bild Boris Bür­gisser/Neue LZ)

Im Fall der Luzerner Basketballspielerin Sura Al-Shawk kommt es zum Muster­prozess. Zusammen mit dem Zürcher Anwalt Daniel Vischer will die 19-jährige Schweiz-Irakerin gerichtlich durchsetzen, dass sie beim Basketball spielen ein Kopftuch tragen darf. Das berichtet die «SonntagsZeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe.

Der Nordostschweizer Verband Pro Basket hatte dies der Ebikonerin verboten, nachdem ihre Mannschaft in die Interliga aufgestiegen war – unter Hinweis auf das Reglement des Internationalen Basketballverbandes FIBA. Dort seien Kopfbedeckungen generell verboten.

Kopftuch bedeutet keine Verletzungsgefahr
Laut Rechtsannwalt Vischer sei das Kopftuchverbot «ein übermässiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte», heisst es im Artikel weiter.

Zwar seien Kopfbedeckungen laut FIBA-Reglement verboten – gemeint seien jedoch solche, von denen eine Verletzungsgefahr ausgehe. Das könne man in diesem Fall kaum ernsthaft behaupten, sagte Vischer gegenüber der «SonntagsZeitung».

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